„Deskbike“ – Bewegung am Schreibtisch


Sachen gibt es, die glaub man kaum.

Im ADFC Magazin habe ich einen Kurzbeitrag zum Deskbike entdeckt und den möchte ich meinem Blog nicht vorenthalten.

Ich habe selbst eine überwiegend sitzende berufliche Tätigkeit, wenn auch mit dem Luxus, meinen großen Schreibtisch inklusive der vielen Monitore darauf in der Höhen verstellen zu können, bis hinauf zur Stehhöhe, die Firma Jungmann Systemtechnik macht dies möglich. Nun kann ich wenigstens bei der Arbeit stehen, solange ich das möchte, doch auch dies ist recht statisch. Ich trete einen Schritt auf die eine oder andere Seite des Tisches, aber eben kaum mehr.

Was spräche nun dagegen, während ich die vielen Rechner mit meiner Arbeit quäle, beispielsweise die Beine etwas zu bewegen. Es könnte ein Ball sein, ein Balancebrett, oder eben das Deskbike.

Auf den ersten Blick sieht das Gerät etwas wie eine Stehhilfe aus, die man gerne in der Küche oder beim Bügeln benutzt. Hier gibt es aber nun auch Pedale auf einer zumindest leicht gebremsten Achse. Mittels Bluttooth funkt das Gerät auch die Bewegungsdaten zum Smartphone, wo mit der zugehörigen App die gestrampelt Zeit, die virtuell zurückgelegte Strecke und die verbrauchten Kalorien angezeigt werden können. Darauf könnte ich verzichten, doch das Gerät an sich gefällt mir sehr. Mit einem Marktpreis von 329,- EUR ist es nicht wirklkich billig, aber möglicherweise seinen Preis wert, denn die Bilder zeigen das Gerät recht wertig konstruiert. Ein einfacher Heimtrainer ist deutlich günstiger zu bekommen, aber auch sperriger, schwerer und sicherlich auch lauter. Ein Büro ist kein Fitness Studio, da bracht man ein Gerät, welches unauffällig verschwindet, nicht stört, dabei muss es aber auch dem Arbeitsschutz genügen und darf keine Unfallgefahr darstellen.

Es versteht sich von selbst, dass es am Schreibtisch nicht um Kraft- oder Ausdauersport geht, es wäre unangebracht, rein ästhetisch, aber auch der Arbeit wegen. Es stört vermutlich aber eher wenig bis gar nicht, mit den Beinen etwas zu treten, moderat, nicht auf Last, man möchte dabei nicht schwitzen und sich auch nicht von der Arbeit ablenken.

Der ADFC Beitrag erwähnt, dass man das Deskbike bereits in einer Schule in Aschaffenburg im Klassenraum einsetzt, aber auch die Deutsche Telekom AG hat in Ihrer Zentrale Bonn und der Niederlassung Hamburg zusammen etwa 460 Deskbikes im Einsatz. Das klingt sehr interessant ist sicherlich einen Versuch wert. Betriebärztlich werden hier täglich 2-3 Einheiten zu je 15-20min empfohlen und das klingt doch gut, oder? Es geht nicht um Leistung, leichtes Pedalieren bei etwa 25 Watt wird angestrebt. 25 Watt? Es klingt nach dem Freilauf unserer Räder, wir alle treten doch deutlich mehr 🙂

Scherz beiseite, lieber moderat etwas Bewegung, als täglich durchgängig am Schreibtisch zu sitzen.

Mit gefällt das Beispiel der Telekom sehr und es ist absolut nachahmenswert, sei es in dieser Form, oder in einer anderen, also liebe Arbeitgeber, aktiviert die Arbeitnehmer.

Ich arbeite schon sehr lange im Innendienst im Schichtbetrieb, dort sitze ich fast nur, oder stehe eben mal am Tisch, aber Bewegung verschaffe ich mir nur privat beim Sport. In meinen jungen Jahren erkannte ich das nicht wirklich, erst recht spät begann ich mit dem Radfahren und noch später mit dem Laufen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht sind in unserem Land nicht zu übersehen und in den sitzenden Berufen sowieso nicht, hier sollte man etwas tun, zumindest für die Beschäftigten, die sie sich bewegen wollen.

Die Inniative der Telekom regt mich an, dies bei meinem Arbeitgeber anzuregen und zumindest dafür zu werben, wenn solche oder ähnliche Geräte schon nicht gestellt werden, zumindest deren Einsatz zu dulden, wenn sie der Mitarbeiter selbst anschafft und etwas für seine Gesundheit tun möchte.

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