Outdoor Sport im Winter eine gute Idee? Na klar!

Der Winter ist gekommen, wenn auch noch nicht kalendarisch, aber wir spüren und sehen ihn fast überall. Dauerfrost, Reif, Eis und Schnee sind vielerorts unübersehbar.

Die meisten von von uns werden nun etwas weniger „sporteln“, aber sollten wir auf Outdoor Sport verzichten?

Meiner Meinung nach nicht, denn auch der Winter hat seine schönen Seiten, so sind sonnige Wintertage auch richtig schön, hat man dazu noch etwas Reif oder Schnee, ist man doch gerne draußen, oder etwas nicht?

Ich fahre während des Winters weniger Rad, mein Rennrad hat Pause, läuft allenfalls drinnen auf der Rolle, gleiches gilt für das Fixie. Mit dem Cyclocrosser auf 32er leicht profilierten Reifen fahre ich aber auch gerne draußen, die Strecken sind aber kürzer, für gewöhnlich so zwischen 20 und 50km, es hängt von der Witterung und von meiner Zeit ab.

Der Cross-Tretroller fahre ich auch, hier ändert sich im Vergleich zum Sommer eher nichts, denn die Geschwindigkeit ist nicht so hoch und so gibt es auch keine Probleme mit eisigem Fahrtwind.

Mit dem Laufen sieht es genau umgekehrt, bei schlechtem Wetter, oder eben auch im Winter, laufe ich mehr, da zieht es mich etwas weniger auf die Tretroller oder Fahrräder. Der Fahrwind entfällt und da ich nicht gerade ein Leistungssportler bin, also maximal trainiert, ist die Trainingsbelastung beim Laufen individuell bei mir höher als auf dem Roller oder Fahrrad, ich kann in kürzerer zeit also mehr erreichen. Oft laufe ich nur meine rund 5km Standardstrecke, die ich mit 35-38min kalkuliere, denn wie gesagt, ein guter Läufer bin ich bestimmt nicht. Bis 10km ist mein Bandbreite beim Laufen, nennenswert darüber hinaus kam ich noch nicht, aber das macht auch nichts, ich laufe gerne öfter mal etwas kürzer, also mich einmal total zu verausgaben.

Die persönliche Einstellung zum Sport und auch die Bekleidung gilt es nun anzupassen. Freizeit auf dem Sofa im kuschelig beheizten Wohnzimmer, eine Kanne Tee und ein gutes Buch haben auch ihren Reiz, aber zwischendurch benötige ich auch etwas Bewegung. Früher waren das gerne lange Spaziergänge, bevorzugt im Wald, fast schon Pirschgänge, heute bin ich gerne etwas aktiver.

Falls man bisher aber eher wenig Bewegung hat, sind Spaziergänge ein ausgezeichneter Einstieg, man gewinnt dabei etwas Körpergefühl und baut eine Beziehung zur Natur auf, was man drinnen so nicht erleben kann, beispielsweise im Fitness Studio, oder Zuhause im Hobbykeller.

Zunächst einmal sollte man gesundheitlich nicht angeschlagen sein, ist man erkältet, oder bahnt sich gerade ein grippaler Infekt an, sollte man auf Sport unbedingt verzichten, drinnen wie auch draußen, ich achte da sehr genau auf mich. Ist etwas „im Anflug“, reduziere ich deutlich und hat es mich „erwischt“, beschränke ich mich auf eher langsame Spaziergänge, warm gekleidet. Moderate Bewegung ohne Pulsbelastung und viel frische Luft helfen mir sehr, euch sicherlich auch.

Ist aber man aber gesund und belastungsfähig, dann nichts wie raus, umso schöner ist es nach dem Sport und einer warmen Dusche auf dem Sofa.

Bei Sport trage ich grundsätzlich Funktionskleidung, also keine Baumwolle Shirts oder Jacken, ich schwitze beim Sport, da muss die Feuchtigkeit abtransportiert werden und ich möchte dabei auf der Haut nicht auskühlen.

Aktuell habe ich Dauerfrost bei -1 bis -2 Grad am Tag. gestern war ich im Wald Laufen, etwa 1h lang, ich trug statt eines Langarm Baselayers nur ein Kunstfaser T-Shirt, darüber eine dünne Fleece Jacke und darüber eine ebenfalls nicht zu warme Softshell Funktionsjacke. Letzte ist auch farblich sehr betont und so werde ich gut gesehen, wenn ich bei Dunkelheit laufe, was jetzt durchaus passieren kann, zudem schützt sie vor äußerer Nässe, bei Schneeregen etc., an den beinen eine lange Softshell Hose, auch nicht zu dick, ich mag das nicht, aber eben leicht isolierend gegen die Kälte.

Würde ich mich nicht bewegen, würde ich mit dieser Ausstattung relatisch schnell frieren, aber ich stehe ja nicht draußen herum, ich gehe Laufen und dabei wird es mir richtig warm.

Bei meinem Lauftempo und eine nicht zu geringen Belastung, passt es optimal, ich schwitze nicht übermäßig dabei und friere auch nicht.

Auf dem Kopf trage ich eine leichte Kunstfaser Kappe, wie ich sie derzeit auch unter dem Helm auf dem Fahrrad oder Roller trage, an den Händen leichte Handschuhe, auf dem Fahrrad oder Roller trage ich schon wärmere Handschuhe winddicht und griffiger.

Da ich keine nassen Füsse haben möchte, ersetzte ich meine alten Trail Laufschuhe durch andere mit GoreTex Membran, wichtig ist mir eine Gummisohle, kein PU etc., so sind die Sohlen auch auf nassem Asphalt griffig, noch deutlich spüre ich das auf dem Tretroller. Wenn es dann eisiger wird, oder wie zum Anfang des Jahres an Neujahr auf Eisregen, dann trage ich meine Merrell Trail Schuhe mit Spikes, auch mit einem GoreTex Membran. Glaubt mir, es macht richtig Spaß, also nichts wie raus!

Hinsichtlich des Aufwärmens vor der Sporteinheit muss ich unbedingt an mir arbeiten, da müsste ich sicher mehr tun, nicht einfach nur 20-30s auf der Stelle traben oder den „Hampelmann“ machen, ich nehme es mir immer wieder vor, will dann aber eben Sport machen, die Zeit effizient nutzen, also vernachlässige ich die Vorbereitung und auch den Auslauf danach, macht es mir bitte nicht nach, ich denke das ist nicht gut. Ich gelobe, daran zu arbeiten.

Ja dann noch zur Atmung, die Luft ist ja nun richtig kalt. Bei -2 Grad brauche ich noch kein Tuch vor Mund und Nase, ich mag das auch nicht, denn es wird feucht und sehr unangenehm. Ich versuche bewusst durch die Nase einzuatmen und durch den Mund aus, leider gelingt mir das meistens nur, wenn ich mich darauf konzentriere, es also bewusst tue. Irgendwann merke ich dann, dass ich doch wieder durch den Mund einatme, insbesondere dann, wenn ich mich etwas mehr belaste. Für die Lunge ist das bei Kälte nicht gut, atmet ihr durch die Nase ein, wird die Luft schon etwas vorgewärmt und angefeuchtet. Selbstverständlich funktioniert das nur, wenn die Belastung nicht zu hoch ist. Spitzenbelastung ist für viele sicher auch Trainingsprogramm, da ich jedoch nicht auf Wettbewerbe etc. trainiere, einfach nur Freude an der Bewegung und am Sport habe, nehme ich mich etwas zurück und dann klappt dass recht gut. Mal ein kurzer Sprint beim Lauf oder auf dem Fahrrad ist ok, aber ich verausgabe mich grundsätzlich nicht bis zur Erschöpfung, sehe dafür keinen Bedarf.

Tja, dies zur Anregung und vielleicht benötigt ihr auch keine guten Vorsätze für das anstehende Neue Jahr, wozu auch, denn was man ändern möchte, warum nicht gleich so…

Für mich Motivation ein Schlüssel zum Erfolg. Wenn ich ehrlich bin, würde ich viel öfter auf dem Sofa sitzen und Lesen, oder in Röhre kucken, was Handwerken oder so. Ich motiviere mich mit meinen Aufzeichnungen, dort setze ich mir zwar nicht wirklich Ziele, aber ich sehe eben doch, wie aktiv ich bin, bzw, eben nicht, so treibt es mich dann auch zwischen Regenschauern mal raus, oder auch aus Eis und Schnee, wobei letzteres dann schon der Extremfall ist.

Vielleicht ist Sport ohne Aufzeichnung und Auswertung viel entspannter und ehrlicher, ich persönlich arbeite aber gerne mit Zahlen und Auswertungen, auch in anderen Lebens- und Arbeitsbereichen, so hilft mir das sehr.

Dies dann dazu und jetzt ab an die frische Luft, nix wie raus…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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