Radfahrer ohne Licht suchen den Tod?

Sucht der Radfahrer ohne Licht und dunkel gekleidet im Straßenverkehr den Tod, insbesondere bei Dunkelheit?

Nach Einbruch der Dämmerung ist es wohl so, Radfahrer sind dann eine Gefahr für sich selbst und natürlich auch für andere Verkehrsteilnehmer.

Ich muss das leider so deutlich sagen, denn nicht selten sehe ich Radler in „geheimer Mission“, maximal getarnt. Von der STVO einmal abgesehen, wenn es schon nicht die volle Ausstattung mit allen vorgeschriebenen Lampen und Relektoren ist, so sollte es doch wenigstens vorne und hinten ein Licht sein, zudem empfehle ich reflektierende Kleidung, oder eine Warnweste über der dunklen Kleidung.

Die Anregung zu diesem Beitrag habe ich einem Artikel meiner regionalen Tageszeitung entnommen, dem Gießener Anzeiger, der in seiner Ausgabe vom 27. Oktober 2016, angeregt durch einen offenen Brief eines Lesern, zu diesem Thema berichtete.

Ich kann es dem Leser nachfühlen, denn ich bin auch oft bei Dunkelheit mit dem Auto unterwegs und und erlebe solche Situationen nicht selten, das ein unbeleuteter dunkel gekleideter Radler plötzlich vor dem Wagen auftaucht, auch auf einer Bundesstraße. Wie kann man nur so leichtsinnig sein? Am Geld liegt es ganz bestimmt nicht, Reflektoren und einfache Lampen gibt es quasi gratis, oder eben beim Sperrmüll von einem alten Fahrrad. Daran kann es also nicht liegen, ist es Ignoranz?

Wenn es schon dem Radler egal ist, ob er mit seinem Handeln andere gefährdet, er muss doch registrieren, dass oftmals ein Auto nur noch knapp überholt oder hinter ihm scharf bremst, da er zu spät erkannt wurde.

Um ehrlich zu sein, vollkommen STVO konform bin ich auch nicht auf allen Rädern, an sich erfüllt nur beim Brompton Fahtrad alle Kriterien, am Fixie, Crosser oder Rennrad fehlt entweder der Relektor am Pedal, am Rad oder am Rahmen vorne und hinten, in jedem Fall ist aber Licht vorne und hinten dran.

Streng genommen, habe ich bei einer Kontrolle dann auch, je nach Gefährdungslage, eine Verwarnung von 20-30 EUR zu zahlen, aber manches ist einfach nicht umsetzbar, je nach Fahrrad eben, hier setze ich auf einen „gesunden Ermessensspielraum“ der Ordnungshüter. Mancher ist auch mit zu viel Licht unterwegs, mit nich zugelassener Beleuchtung, aber auch diese ist bestsimmt besser als keine Beleuchtung.

Wenn auch nicht ganz günstig, aber sein Geld wert, ist der kürzlich von mir gestetete Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung vorne und hinten. Das Rücklicht an diesem Helm ist sehr gut, nicht zu übersehen, die vordere Beleuchtung ist als Fahrlicht auf dem Fahrrad kaum zu gebrauchen, sorgt aber für Sichtbarkeit und ist damit besser als nichts.

Bitte denkt darüber nach, auch eine klassische Stirnlampe ist eine Option und sehr preiswert, inzwischen gibt es auch schon welche mit einem Rücklicht, meine Petzl hat das leider nicht, aber ich verwende sie auch nur zum Laufen und gelegentlich mal auf dem Tretroller, mit einem angesteckteckten Rücklicht am Hosenbund.

Es gibt viele Optionen, nutzt sie!

Dies als kleine Anregung und als Appell euch zu schützen, gesund zu bleiben und Freude an der Bewegung zu haben.

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