XXL Produkttest Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung vorne und hinten

Im November 2015 berichtete ich kurz über eine Innovation, einen Helm mit integrierter Beleuchtung, ich hatte die Ankündigung irgendwo im Netz oder in der Presse aufgeschnappt. Geplant war eine Betriebszeit des Akkus von etwa 2h, was mir etwas kurz erschien, zu kurz, um den Helm benutzen zu können.

Inzwischen ist allerhand Zeit vergangen und Torch Apparel hat den Helm weiterentwickelt, er ist alltagstauglich geworden, wie ich finde, aber seht selbst meinen Produkttest dazu.

Mir ist ein solcher Helm in die Hände gefallen und so ergriff ich die Chance, ihn ausgiebig zu testen, denn ich war mächtig neugierig auf ihn.

Das Testobjekt

Mein Testobjekt ist der Torch Apparel T2 in der Farbe „Slate Grey“.

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey im Karton

 

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey Produktbezeichnung auf dem Karton

Hier ist nun die Etikettierung des Kartons zu erkennen. Der mir vorliegende ist für einen Kopfumfang von 54-61cm vorgesehen und ich darf es vorweg nehmen, er passt auf meine etwa 60cm Kopfumfang wunderbar. Wie viele Produkte, so wurde auch dieser Helm in China für Torch Apparel (USA) hergestellt, im Juni 2015, wie rechts unten das Etikett ausgibt.

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey Beleuchtungsfunktionen Aufdruck auf dem Karton

Hier kommen nun schon die ersten technischen Fakten, wie auf dem Karton aufgedruckt, sind die folgenden Betriebszeiten mit vollem Akku jewiels vorne und hinten separat vorgesehen:

  • Dauerlicht hell – 6 Stunden
  • Dauerlicht reduziert – 12 Stunden
  • Blinklicht – 36 Stunden
  • Blinklicht „Stroboskop“ (schnell) – 20 Stunden

 

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey Aufladung der integrierten Akkus über 2 Ladebuchsen

Diese Abbildung auf dem Karton zeigt die Aufladung des Helms. Man kann hier schon vermuten, dass es 2 integrierte Akkus gibt, je einen für die vordere und hintere Beleuchtung. Dem Helm liegt ein USB Y-Kabel bei, also ein USB Stecker für ein Steckernetzteil oder den Rechner, an dem 2 Ladebuchsen angeschlossen sind, zugehörige zu den beiden Ladesteckern vorne und hinten am Helm.

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey Helm mit Ersatzpolstern und Ladekabel im Beutel

Tja, hier ist er nun, dieser exotische beleuchtete Helm. Er wirkt sehr kugelig, rund, glatt, sehr geschlossen, wie ein Skater oder BMX Helm. Einen Melonen Design würde ihm auch gut stehen, maoriert als Wassermelone beispielsweise, mir würde das gefallen.

Der erste Eindruck war durchweg positiv, der Helm ist angenehm leicht, ich hatte durch die integrierte Elektronik mehr Gewicht erwartet. Meine Hand streichelte ihn, die äußere Farbschale, also die über dem Hartschaumkern, ist sehr rund und relativ glatt, jedoch nicht hochglanz lackiert oder gar poliert. Der Helm ist ein „Handschmeichler“, er fühlt sich gut an, man nimmt ihn gerne in die Hand.

Für mein persönliches Empfinden hat der Helm erstaunlich wenige Belüftungsöffnungen, so war ich sehr gespannt darauf, wie sehr ich darunter bei sportlicher Belastung in sommerlicher Hitze schwitzen werde. Meine eigenen Helme sind stärker belüftet, ausgenommen davon ist nur mein Biologic Pango Falthelm, über den ich später einmal auch noch berichten werde, der Beitrag ist noch im frühen Entwurfsstadium.

Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slat Grey mit eingeschalteter vorderer Beleuchtung

Hier zeige ich den Helm von vorne oben, gut erkennbar ist die recht geschlossene Form, mit den wenigen, aber durchaus großen Belüftungsöffnungen. Die Leuchtfelder fallen auch mit ausgeschalteten LEDs auf, hier im Bild erkennt man nun die eingeschaltete vordere weiße Beleuchtung, abgedeckt durch eine matt-transparente Abdeckung. Ich habe mich gefragt, ob eine klare Abdeckung nicht besser geeignet wäre und halte die matte Variante für die bessere Wahl.Bei ausgeschalteten LEDs entsteht eine homogene Fläche, die LEDs sind kaum erkennbar, wie nachfolgende Bilder noch zeigen werden.

Torch Apparel T2 Helm - Abdeckscheibe der Leuchte vorne schlecht eingepasst

Torch Apparell T2 Slate Grey mäßige Einpassung der Abdeckscheibe mittig unten

Die Einpassung der Scheibe, also der LEDs Abdeckung, gefällt mir nicht ganz so gut, denn die Abdeckung liegt rundum nicht gleichmäßig an, sieht steht mittig unten leicht ab, was auch für die Abdeckung des hinteren Leuchtfelds gilt. Eine flächige Verklebung gibt es erkennbar nicht, viel mehr scheint die Abdeckung aufgesteckt zu sein, denn ich erkenne rundum und randnah kleine runde Punkte, vermutlich der Fuß der zugehörigen Stifte, mit denen die Abdeckscheibe aufgedrückt wurde. Ich würde sie flächig verkleben, was sie auch besser abdichten würde.

Auf dem Bild erkennt ihr ganz links an der Abdeckscheibe auch einen grauen runden Knopf, es ist der Schalter, mittels dessen die Betriebsarten geschaltet werden:

  • 1x drücken – Dauerlicht hell
  • 2x drücken – Dauerlicht mit reduzierter Helligkeit
  • 3x drücken – Blinklicht
  • 4x drücken – Blinklicht schnell (Stroboskop Effekt)
  • 5x drücken – Licht aus

Die gleichen Schaltfunktionen finden sich an der hinteren Beleuchtung, beide werden natürlich bedarfsweise separat geschaltet.

Wie schon eingangs des Beitrags das Karton Bild mit dem Y-Kabel zeigt, ist die vordere und hintere Beleuchtung komplett getrennt, jeweils ein eigener Akku, eigene Schalter und eigene Ansteuerelektronik. Mich überzeugt diese Ausführung nicht ganz, ich hätte zwar auch die Leuchten und Schalter getrennt, aber eine gemeinsame Stromversorgung gewählt, ein dünnes Kabel in der Helmschale vom Akku zur Leuchte wäre sicherlich kein Problem, man hätte bei Verwendung nur einer Leuchte aber eine weit größere Leuchtdauer, mancher benötigt ja vielleicht nur das Rücklicht.

Wie dem auch sei, Torch Apparel hat sich für die getrennte Bauform entschieden, vermutlich gab es dafür gute Gründe, auch wenn ich sie nicht erkennen kann.

Torch Apparel T2 Helm - hinteres Leuchtfeld mit eingeschalteter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey mit eingeschalteter hinterer Beleuchtung

Was vorne leuchtet, kann auch hinten leuchten. Hier wurden ebenfalls 5 LEDs hinter einer transparenten Abdeckung verbaut, anstatt der vorderen weißen LEDs sind es hier natürlich rote LEDs. Die Handhabung derer entspricht der eben beschriebenen der vorderen LEDs, auch hier befindet sich dazu der graue Schaltknopf links unten in der Abdeckungscheibe.

Torch Apparel T2 Helm - hinteres Leuchtfeld mit ausgeschalteter Beleuchtung

Torch Apparel T2 Slate Grey mit ausgeschalteter hinterer Beleuchtung

Ohne die eingeschaltete rückwärtige Beleuchtung erkennt man nun, insbesondere oben, an der Abdeckscheibe rundum und randnah die runden Punkte, hier vermute ich Befestigungstifte, mittels derer die Scheibe an den Helm gesteckt wurde.

Torch Apparel T2 Helm - Abdeckscheibe der Leuchte hinten schlecht eingepasst

Torch Apparell T2 Slate Grey mäßige Einpassung der Abdeckscheibe mittig unten

Analog zur vorderen Abdeckscheibe, steht auch hier die Scheibe mittig unten leicht vom Helm ab. Es stört nicht wirklich und man erkennt es auch nur, wenn man genau auf den Helm schaut. Eine im Detail nicht perfekte Verarbeitungsqualität, die durch den Preis des Helms relativiert wird, doch dazu später mehr.

Torch Apparel T2 Helm - Seitenansicht

Torch Apparel T2 Slate Grey in der Seitenansicht

Um die Betrachtung des Helms rundum abzuschließen, hier nun noch die Seitenansicht, die auch recht flächig geschlossen wirkt.

Meiner Meinung nach passen die Proportionen, am Hinterkopf ist der Helm natürlich tiefer geschnitten als an der Stirn, u.a. am Knick in der unteren Flanke gut erkennbar, wie auch am deutlich größeren rückwärtigen Leuchtfeld.

Torch Apparel T2 Helm - Innenansicht

Torch Apparel T2 Slate Grey Innenansicht

Nachdem wir nun fast alle Seiten betrachtet haben, komme ich nun zum Inneren des Helms. Die Formgebung ist auch hier sehr schlicht und symetrisch, die Innenpolster sind mit Klettstreifen befestigt und lassen sich zum Austausch oder zur Reinigung entnehmen.

Am Hinterkopf ist das altbewährte Verstellrad zur Anpassung des Helms an den Kopfumfang zu finden, es sitzt optimal, ist gut erreichbar und bedienbar und verbleibt dann auch sicher in der gefundenen Einstellung, so soll es sein.

Die Anbringung der Gurte ist unauffällig gut, sie sitzen wo sie gebraucht werden und nichts innen am Helm stört an den Befestigungspunkten.

Vorne und hinten im Rand des Helms, direkt unter den Leuchtfeldern, befindet sich jeweils eine Ladestecker für das Ladelkabel, über diese Kontakte werden die im Helm verbauten Akkus aufgeladen.

Torch Apparel T2 Helm - Typenbezeichnung

Torch Apparel T2 Slate Grey Typenschild im Helm

Hier jetzt noch der Blick auf das Typenschild, welches innen an der Helmschale klebt. Der Helm wurde offenbar im Juni 2015 hergestellt und ist für einen Kopfumfang von 54-61cm vorgesehen.

Die hier angegebenen 360 Gramm sind eine ehrliche Angabe, ich habe 365 Gramm auf meiner digitalen Küchenwaage ermittelt.

Ich habe leichtere Helme, insbesondere wenn ich an meinen Rennrad Helm denke, ich habe aber auch einen sehr viel schwereren Helm, meinen Biologic Pango Falthelm, mit deutlich über 500 Gramm, was auf längeren Touren wirklich unangenehm schwer ist.

Wie bereits erwähnt, der Torch Apparel T2 ist mit 360-365 Gramm unerwartet leicht und schränkt damit den Tragekomfort auch auf langen Strecken nicht ein.

Die hier im Bild links und rechts gezeigte rote LEDs ist die Ladekontrollanzeige. Wenn das Ladekabel angesteckt ist leuchtet die LED auf, solange der Akku geladen wird, ist der Akku voll, erlischt die rote LED und das Ladekabel kann abgezogen werden.

 

Bevor ich nun zur Fahrerprobung des Helms komme, erscheint ein Hinweis unverzichtbar, nämlich der, dass der Helm als alleinige Beleuchtung am Fahrrad in Deutschland nicht zugelassen ist, er darf lediglich als zusätzliche Beleuchtung verwandt werden. Die Erklärung dafür ist in mindestens einem Punkt zu finden, die Leuchten können blinken und das darf in Deutschland nicht sein. Man kann zwar Dauerlicht schalten, was ich als sinnvoller empfinde, aber schon die reine Anwesenheit einer Blinkfunktion schließt die Zulassung in Deutschland aus, weitere technischen Aspekte kommen hinzu, wie beispielsweise das nicht ausreichend leuchtstarke Frontlicht.

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, bevor man gar keine Beleuchtung hat, ist diese hier in jedem Fall besser als keine, nur schaltete bitte kein Blinklicht, damit fällt man nur unangenehm auf und zeigt deutlich, dass man ohne Zulassung unterwegs ist. Hinzu kommt, ich bin nicht selten bei Dunkelheit mit dem Auto hinter Radfahrern unterwegs, die Blinklicht stören ungemein und sollten immer als Dauerlicht geschaltet werden.

An einem meiner Fahrräder habe ich eine LightSkin Sattelstütze, sie besitzt integrierte LEDs als Rücklicht und auch hier gibt es eine schaltbare Blinkfunktion, damit ist auch diese Form der Beleuchtung unzulässig.

Sehen und gesehen werden ist sehr wichtig, ich habe keinerlei Verständnis dafür, wenn so mancher wie ein schwarzer Ritter bei Dunkelheit unterwegs ist, es grenzt an einen Suicid. Ob zugelassenes Licht oder nicht, es ist besser als übersehen oder gar überfahren zu werden.

 

Die Anprobe am Kopf

Genug der Worte zur Produktvorstellung des Helms, nun sollen Taten folgen, denn ich möchte den Helm natürlich ausgiebig praktisch testen.

Am 24. September erhielt ich den Helm und nach der Vorstellung der Verpackung und des Helms selbst, fand dieser nun bald seinen Weg auf den Kopf.

Der Helm war schon gebraucht, aber sauber und offenbar mit neuen Polstern versehen, hygienisch hatte ich keine Bedenken ihn zu tragen. Bechädigungen waren auch kaum zu erkennen, ich hatte sozusagen ein wenig gebrauchtes Ausstellungsstück erhalten.

Torch Apparel T2 Helm - Weiterverstellung am Hinterkopf

Torch Apparel T2 Slate Grey Weitenverstellung am Hinterkopf

Mit 60cm Kopfumfang brauche ich den bis 61cm vorgesehenen Helm recht weit, so öffnete ich das Verstellrad am Hinterkopf und weitete ihn. Er saß nun sehr locker auf dem Kopf, es ist daher zu vermuten, dass er auch auf Köpfe mit etwas mehr als 61cm Umfang passt. Ich habe ihn mittels des Verstellrads am Hinterkopf angepasst und fixiert.

Der Kinnriemen war mir auch zu weit, also nahm ich den Helm wieder ab und zog die Riemen kürzer. Der Verschluss (linkes kreisrundes Detailbild) ist sehr einfach gehalten, funktional und zuverlässig, keine Experimente. Gleiches gilt für die Riemendreicke (Bild mittig und rechts) um die Ohren, hier schob ich die Verbinder etwas zum Helm hin, damit die Riemen schön an den Ohren vorbei laufen und die Verbinder nicht unten am Kinn den Verschluss stören. Ein kleiner Gummiring auf dem Kinnriemen nimmt gut das Ende des Riemens auf, damit es nicht umher flattert, statt dessen formschlüssig und optisch unauffällig fixiert ist.

Der Helm fühlt sich auf dem Kopf gut an, nichts stört und die tief in den Hinterkopf und in die Stirn gezogene Helmschale verspricht Sicherheit.

Mit Torch Apparel T2 Helm und Uxev variotronic S Brille

Torch Apparel T2 Slate Grey auf dem Kopf, mit der elektronischen Uvex variotronic Brille

Mit diesem Bild greife ich etwas vor, denn es entstand bei einer der ersten Ausfahrten, ich war flott mit dem Fixie unterwegs und es war noch sommerlich warm. Die elektronische Uvex variotronic Brille schaltete die Gläser in der Sonne dunkel.

Tja, es werden immer mehr Akkus. Da ist einmal die Brille, die hat 50h Betriebszeit, dann der Helm mit den beiden integrierten Akkus, die Laufuhr am Handgelenk oder ersatzweise der Garmin Radcomputer mit Akku und wenn letzteres am Rad ist, dann am Rennrad und Crosser auch mit Radar Rücklicht welches auch geladen werden will. Ziemlich verrückt, die ganze Elektrifizierung, aber am Fixie bin ich da überwiegend konsequent, es bleibt puristisch ausgestattet, außer ich trage eben mal einen beleuchteten Helm, oder bei dem Wetter die elektronisch abblendende Brille.

Was das Bild aber eigentlich zeigen soll, der Helm umschließt den Kopf gut, ich möchte schon sagen optimal. Mehr dürfte es allerdings nicht mehr sein, dann hätte ich mit der Brille ein Problem.

Torch Apparel T2 Helm mit Oakley photochromic Brille auf dem Kopf

Torch Apparel T2 Slate Grey auf dem Kopf, mit der Oakley photochromic Brille

Hier im Bild nun der Helm mit der etwas kleineren Oakley Brille, so gibt es etwas mehr Platz zwischen Brille und Helm. Je nach Größe der vorhandenen Brille, sollte man diese zum Helm anprobieren, um zu erkennen, ob man den Helm auch wirklich tragen kann, denn eine auf den Nasenrücken gedrückte Brille ist höchst ungenehm. Im Falle dessen, benötigt man einen anderen Helm, oder eine kompaktere Brille.

Ich finde Torch Apparel hat das gut gemacht, der Helm umschließt den Kopf maximal und lässt gerade noch ausreichend Platz für gängige Brillen, besser kann man es nicht machen, solange wir nicht von einem Renn- oder Crosshelm sprechen.

Der Torch Apparel ist sicherlich nicht als Sporthelm gedacht, ich sehe seinen Einsatz eher in der urbanen Nutzung, aber auch bei Tourenradlern, wie auch bei Skatern, beim BMX, auf einem Segway, auf Tretrollern und in weiteren vergleichbaren Situationen.

 

Die erste Ausfahrt

Jetzt aber dann endlich mal rauf auf’s Rad, um den Helm dafür zu benutzen, wofür er geschaffen wurde.

Ich habe den Helm am 24. September bekommen und hatte damit noch das Glück, für einen breitbandigen Praxistest auch spätsommerliche Temperaturen „erfahren“ zu können. Nach Erhalt des Helms und den ersten Fotos auf dem Balkon, ging ich auch gleich auf die Piste. Die Akkus waren noch nicht geladen, aber das war mir egal, denn in die Dunkelheit kam ich nicht.

Auf meiner Hausstrecke mit etwas 23km Länge und sanften Hügeln trieb ich mein Fixie mit einem „26er Schnitt“ flott über den Asphalt, ich war also relativ sportlich unterwegs. Die Lufttemperatur betrug 16-18 Grad, mir wurde es durch das flotte Tempo aber gut warm, gefühlt schwitzte ich unter dem Helm nicht mehr als unter dem sonst verwendeten Alpina Trekking-Helm. Mein Alpina Helm ist deutlich besser belüftet, es kommt aber nicht alleine auf die Anzahl und den Querschnitt der Belüftungsöffnungen an, jedoch sollte der Torch Apparel T2 in keinem Fall wen iger Belüftungsöffnungen haben, ich würde die vorhandenen eher etwas vergrößern.

Es folgten einige weitere Ausfahrten, die meisten mit dem Fixie, aber auch mit dem Brompton Faltrad und auch einmal mit dem Rennrad. Mit dem Rennrad erwischte ich einen warmen Tag, es waren 22-24 Grad und ich war wieder flott mit einem „30er Schnitt“ unterwegs. Hierfür eignet sich der Helm nicht, es wurde dann doch etwas warm darunter, zudem hatte ich auf dem Rennrad Probleme mit der Sicht, denn der Helm ragt zu tief in die Stirn hinein.

Es versteht sich aber auch von selbst, dass der Helm seine Zielgruppe eher unter den Pendlern und im urbanen Verkehr sucht, vielleicht auch bei Radwanderern, hier lässt er sich bestimmt sehr gut einsetzen und gibt zusätzliche Sicherheit.

Südpfalz-Adventures XH-2 Specia Edition Cross-Roller

Cross-Tretroller Südpfalz Adventures XH-2 Special Edition

Als Langstreckenpendler kann ich auf dem Berufsweg das Fahrrad leider nicht benutzen, zudem wohne ich ländlich und fahre daher eher nicht in der Stadt, überhaupt bewege ich meine Fahrräder und Tretroller an sich fast nur in der Freizeit, zu überwiegend sportlichen Zwecken.

Gerade hier überzeugt mich der Helm sehr, insbesondere auch auf den Tretrollern, im Bild hier exemplarisch mein Cross-Roller, daneben gibt es noch einen 16″ Faltroller, der gerne auf Reisen zum Einsatz kommt.

Beim Rollern ist die Geschwindigkeit deutlich geringer, jedenfalls bei mir, allgemein betrachtet entprechen die hier gerollerten 15-16km/h im Durchschnitt wohl dem, was die meisten auf dem Fahrrad erstrampeln, bei eher gemütlicher Fahrt, auf Ausflügen etc.

Durch das niedrigere Tempo fehlt natürlich etwas Fahrwind und der fehlt wiederum bei der Kühlung. Etwa die Hälfte der Einsätze des Helms fanden auf diesem Roller statt. Bei um die 18 Grad Außentemperatur switzte ich am Kopf schon recht stark, beim sonst verwandten Alpina Trekking Helm, der besser durchlüftet ist, schwitze ich nur geringfügig weniger. An sich ist das auch nicht das Problem, viel mehr aber die Ableitung der Flüssigkeit. Beim Torch Apparel T2 läuft der Schweiß vorne links und rechts an der Stirn aus der Helmschale und je nach Kopfhaltung tropft er vor den Augen ab, oder läuft direkt hinein, was weniger schön ist. Die Helmschale ist innen recht glatt, wie ich im Bild zuvor zeigte. Ich habe den Eindruck, dass sich hier der Schweiß gut niederschlagen kann und dann kanalisiert nach vorne zur Stirn abfließt.

Bei den sonst hervorragenden Gebrauchsvorteilen des Helms ist das etwas unschön, aber akzeptabel. Da ich darüber nachdenke mir den Helm zu kaufen, denn das Testexemplar muss ich leider zurückgeben, würde ich innen an der Helmschale mit aufgeklebten feinen Leisten experimentieren, um den Schweißfluss steuern zu können.

Möglicherweise habe ich den Helm zu sportlich getestet, wer weniger schwitzt, es ruhiger angehen lässt, hat ganz bestimmt keine Probleme mit dem Helm und ich habe auch nicht wirklich ein Problem damit.

Swifty und Mibo Roller auf dem Tempelhofer Feld (Berlin)

links im Bild mein Swifty One Faltroller 16/16″, rechte der Mibo 16/12″eines Bekannten, Tempfelhofer Feld Berlin

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MIt dem Bahn „call-a-bike“ Mietrad auf dem Tempelhofer Feld in Berlin

Am 4. Oktober stand einer Reise nach Berlin an, ich nahm meinen Swifty One Faltroller mit, denn ich wollte in der knappen Freizeit vor Ort mit einem Bekannten rollern gehen, insbesondere auch auf dem Tempelhofer Feld, dem stillgelegten Flugplatz.

Am Nachmittag des 4. Oktober ging es dann in Neukölln los, auf eine 35km Runde über das Tempelhofer Feld und durch die Stadt bis hinüber nach Charlottenburg und zurück. Am Nachmittag war es noch rund 20 Grad warm, zum Abend hin kühlte es deutlich ab. Wir waren nicht betont sportlich unterwegs, so schwitzte ich auch weit weniger, der Helm war optimal. Meiner Begleitung fiel am Helm nichts auf, wir sprachen auch nicht über unsere Helme, nur über die von uns beiden verstandene Helmpflicht, unsere Roller und andere Dinge. Da es spät wurde, brach die Dämmerung über uns herein und auf den letzten Kilometern nach Neukölln zurück war es regelrecht dunkel, insbesondere durch den Volkspark Hasenheide, der weitgehend unbeleuchtet ist. Hier spielte ich meinen Trumpf aus, schaltete vorne und hinten das Licht am Helm an und blickte in staunende Augen, insbesondere die meiner Begleitung.

Der Helm sorgte sichtlich für einen WOW-Effekt und ich war gespannt auf den Praxisnutzen, denn bei Dunkelheit war ich mit dem Helm noch nicht unterwegs. Ich hatte ihn im dunklen Keller einmal eingeschaltet, aber eine Aussagekraft hatte das nicht. Jetzt schaltete ich vorne und hinten das Licht ein, auf volle Leistung. Was auch immer unter der vollen Leistung zu verstehen ist, Torch Apparel macht dazu leider keinerlei Angaben, mit wie viel Lumen der Nutzer rechnen darf.

Ich finde das sehr schade, der Hersteller sollte die Beleuchtung auf einem Prüfplatz messen und die Leistung benennen. Leider tut das auch nicht jeder Lampenhersteller, ich erwarte es aber dennoch. Rein faktisch kann ich demnach keine Angaben machen, so bleibt es bei meiner subjektiven Einschätzung.

Grob gesagt, Wunder darf man nicht erwarten, denn dafür wäre eine starke Energiequelle erforderlich, also ein starker Akku, der wäre aber zu groß und zu schwer für den Helm. Das Rücklicht ist vollkommen ausreichend und weit stärker als viele andere, insbesondere die Einzelrücklichter am Fahrrad. Ich habe maximale Leuchtleistung geschaltet, aber schon die reduzierte Leistung, bei doppelter Betriebszeit, ist meiner Einschätzung nach vollkommen ausreichend. Von den Blinkmodis rate ich ab, ich benutze grundsätzlich keine und empfinde sie als störend, denn ich fahre ja auch oft genug als Autofahrer hinter Radfahrern her.

Damit komme ich zur vorderen Beleuchtung, die ich rein subjektiv nicht leistungsfähiger als die rückwärtige empfinde, auch die Anzahl der LEDs ist identisch, nur eben nicht deren Farbe, weißes Licht wirkt heller als rotes. Ich hatte auch hier die maximale Leuchtstärke geschaltet und meine, weniger macht keinen Sinn, dient allenfalls zur besseren Erkennbarkeit des Radfahrers, selbst sehen wird dieser davon aber kaum etwas.

Wie gesagt, ich hatte volle Lichtleistung geschaltet und befand mich zunächst auf Radwegen und Bürgersteigen in der Stadt, teilweise beleuchtet von mehr oder weniger effektiven Straßenlaternen, doch dann ging es auch auf Wegen durch den Volkspark Hasenheide, der überwiegend unbeleuchtet ist. Wunder erwartete ich von der Beleuchtung des Helms nicht, aber sie erschien mir als knapp ausreichend. Wirklich ins „Gelände“ würde ich damit bei Dunkelheit nicht gehen wollen und rat ganz klar davon ab, auch eine Nutzung bei schneller Fahrt scheidet aus, dafür erscheint mir die Sichtweite viel zu gering. Nun ist aber auch anzumerken, das ich grundsätzlich eine Brille zum Schutz vor Zugluft und Schmutz trage, in diesem Fall war es meine Oakley photochromic, die in der hellsten Stufe eine Lichtdämpfung von 23% hat, sie ist also nicht ganz klar. Der Nachmittag war sehr sonnig, so bot sich die Brille an, meine elektronsiche Uvex ist in der hellen Stufe noch dunkler und daher für die Dunkelheit ungeeignet.

Meine alte Swiss Eye Brille habe ich auch noch, für die habe ich auch ein echtes Klarglas, ich trage die Brille nur noch selten, bei Dunkelheit oder Dämmerung, hatte sie hier aber nicht dabei.

Irgendwann nahm ich meine Brille ab, denn wir haben ein Stück des Wegs auch unsere Roller geschoben, aber viel heller wurde das Licht auch nicht, der Unterschied war nur marginal, für einen Fußgänger aber natürlich vollkommen ausreichend.

Für mein Rollertempo von 15-18km/h genügt die Beleuchgtung des Helms knapp, man sollte noch gute Augen haben, nicht nachtblind sein. Gleiches gilt für moderates Tempo auf dem Fahrrad, mit einem 26er Schchnitt auf dem Fixie oder gar noch schneller auf dem Rennrad ist der Helm gar keine Option, hier kann er nur der besseren Erkennbarkeit des Radlers dienen, eine ausreichende Sicht verschafft er bei flottem Tempo nicht. Nun gut, nach STVO ist der Helm auch nur eine Zusatzbeleuchtung, als alleinige Beleuchtung nicht zugelassen und das ist auch zu verstehen. Andererseits, wir kennen doch auch noch die Dynamo Funzel-Lampen, mit denen man auch nichts sieht, aber diese sind zugelassen.

Heute sind wir weiter, es gibt zugelassene LED Beleuchtung mit der man auch etwas erkennen kann, ich habe keine anderen Lampen, dennoch, wirklich ausreichend sind auch diese nicht. Ich verstehe es durchaus, wenn Mountainbiker und Rennradler stärkere Lampen ohne Zulasung montieren, ich mache das im öffentlichen Verkehr nicht und besitze daher auch keine solchen Lampen.

Mehr Lichtleistung benötigt leistungsfähigere LEDs und mehr Strom, damit einen stärkeren Akku.

Ich habe da verschiedene Ideen. Man könnte einerseits, wie bereits erwähnt, einen gemeinsamen Akku für beide Leuchten im Helm verwenden, so würde sich die Leistung besser verteilen, etwas mehr Verbrauch am vorderen Licht, dafür weniger am hinteren, in Summe etwa gleiche Leistung wie bisher auf 2 Akkus verteilt. Man würde damit aber eine größere Betriebsreserve gewinnen und bekäme ienen leistungsfähigeren Akku.

Die andere Option wäre vielleicht einfacher realisierbar. Die Akkus und LEDs im Helm bleiben wie sie sind, die vorderen LEDs werden aber in verspiegelte Reflektoren eingesetzt, sozusagen als Scheinwerfer, dazu sollte die Abdeckscheibe der Leuchteinheit klar sein und das Licht nicht abschwächen.

Ich denke, Toch Apparel kann für die nächste Helm Generation noch nachbessern, den Helm deutlich besser machen. Dennoch, der bisherige Lösungsansatz ist sehr gut und ich bin ehrlich begeistert von dem Helm, es gibt aber noch reichlich Luft für Optimierungen.

Den Abschluss fanden meine Testfahrten am 20. Oktober, denn mir wurde ein Testzeitraum von 4 Wochen zugestanden, ich muss also zum Ende kommen und den Helm zurückgeben, doch ich hätte ihn so gerne noch weiter getestet und bei Dunkelkeit noch mehr Erfahrungen gesammelt. Mit meiner Spiegelreflex Kamera und dem Stativ könnte ich bei Nacht aussagekräftige Aufnahmen machen, doch dies bedeutet allerhand Aufwand.

 

Die unbeabsichtigte Beschädigung des Helms

Die letzte Ausfahrt mit dem Tretroller am 20. Oktober war sehr nass, ich hatte den Wetterbericht ignoriert und das war ungünstig, denn ich kam so richtig in den Regen, der bei knapp 8 Grad auch unangenehm kalt war, eine Regenjacke hatte ich leider nicht dabei. Es half nichts, ich war unterwegs, da musste ich durch, rund 9km waren es zurück und ich wurde so richtig nass, dunkel wurde auch auch langsam, ich schaltete also wieder die beiden Leuchten ein.

Die Leuchteinheiten überstanden die Regenfahrt, viel Wasser lief über den Helm und fast war ich darüber froh, dass er wenig Belüchtungsöffnungen hat, denn so schützte er meinen Kopf etwas vor dem starken Regen, der meiste Regen lief außen über den Helm ab.

Zuhause angekommen, leuchtete der Helm vorne und hinten unvermindert und das Wasser lief an ihm herab, regenfest ist er demnach. Ich habe nichts anderes erwartet, denn ich konnte nirgendwo einen Hinweis darauf finden, dass man den Helm vor Nässe schützen muss, was absurd und zweckfremd wäre.

Torch Apparel T2 Helm - Wasser hinter der vorderen Abdeckscheibe

Torch Apparel T2 Slate Grey mit Wasser hinter der vorderen Abdeckscheibe

Torch Apparel T2 Helm - Wasser hinter der hinteren Abdeckscheibe

Torch Apparel T2 Slate Grey mit Wasser hinter der hinteren Abdeckscheibe

Spurlos ging der Regen am Helm jedoch nicht vorbei, etwas Wasser ist nun hinter den beiden Abdeckscheiben der Leuchteinheiten erkennbar, die Scheiben sind nicht abgedichtet und stehen mittig unten minimal ab, vermutlich drang hier das Wasser ein, möglicherweise, als ich ihn am Kinnriemen baumelnd von Hof ins Haus trug, zuvor lag er noch etwas auf dem Hof im Regen, bis ich den Roller wieder weggeräumt hatte. Das Wasser hinter den Abdeckscheiben hielt sich noch 2-3 Tage deutlich sichtbar.

Die LEDs ließen sich noch schalten, so gehe ich davon aus, dass die Elektronik wasserfest verbaut ist. Zur Enreinigung, vor der Rückgabe, habe ich den Helm nass gereinigt, ihn also großzügig mit Wasser übergossen und mit einem Schwammtuch abgewischt, danach habe ich ihn trocken gewischt.

Warum auch immer, ich schaltete erneut beide Lampen in den Leuchtstufen durch und musste leider entdecken, dass die hintere Leuchte zunächst nicht mehr schaltbar war und die vordere Leuchte bei der Schaltstufe Dauerlicht etwas flackerte und dann auch erlosch, offenbar nahm die Elektronik also doch Schaden und ist nicht optimal wasserfest verpackt. Beide Leuchten waren nun nicht mehr schaltbar, keine Reaktion auf den Schalter.

Hmmm, was tun? Ich legte den Helm einen Tag beim Raumtemperatur aus, damit er trocknet, doch auch danach blieben beide Leuchten dunkel und es war noch immer Wasser hinter den Abdeckscheiben erkennbar. Jetzt steckte ich die Ladekabel an, vielleicht hatten sich durch die Feuchtigkeit die Akkus entleert. Beide Ladeanzeigen, in Form der jeweils roten LED, leuchteten auf, nichts wurde warm oder verändert sich anderweitig, was auf einen Kurzschluss wegen Nässe schließen ließ.

Nach etwa einer Stunde Ladezeit waren beide Leuchte wieder schaltbar, leuchteten aber nur kurz und gingen dann flackernd aus. An den Abdeckscheiben sah ich noch immer vereinzelte kleine Wassertropfen an der Innenseite, so ist das Problem doch größer als ich dachte.

Wie schade, ich wollte den Helm ja nicht zerstören, so sah ich auch vom bekannten „Melonen-Test“ ab, ließ ihn also nicht mit einer Melone aus dem 1. Stock auf den Boden fallen, um den Unfallschutz zu prüfen, mein Leihgeber möchte den Helm ja wieder zurück haben, zerstörungsfrei natürlich. Nun habe ich aber offenbar unbedacht Schaden an der Elektronik angerichtet, ich gebe dem Helm weitere Trockenzeit.

Ich wollte doch so gerne noch Nachtaufnahmen machen, doch wenn überhaupt, so waren die Leuchten jeweils nur kurz schaltbar. Manchmal zeigte die Ladeanzeige bei angestecktem Ladekabel eine Reaktion, überwiegend aber eher nicht.

Vielleicht sollte Torch Apparel die Abdeckscheiben vor den Leuchteinheiten wasserdicht einkleben, aber dann könnte sich dahinter auch durch winzige Luftspalte Feuchtigkeit sammeln und innen niederschlagen, man kennt das manchmal von Scheinwerfern oder Rückleuchten an Autos, wenn diese undicht sind und über die Luftfeuchtigkeit „schwitzen“.

Zudem halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass die Abdeckscheiben zum Austausch defekter LEDs oder des Akkus abgehebelt werden können, daber vielleicht mittig unten der kleine Spalt, wo die Scheibe leicht absteht, hier setzt man möglcherweise einen Schraubendreher als Hebel an. Ich weiß es nicht, möchte es auch nicht ausprobieren, sonst zerstöre ich den Helm noch ganz, was mir sehr leid täte.

Es wäre ja schon clever, defekte Akkus, LEDs oder Schalter ersetzen zu können, statt alles fest verklebt intern zu verbauen und dann bei einem defekt den ganzen Helm zu entsorgen. Diesbezüglich sehe ich die fest eingebauten Akkus als kleinen Mangel an, man kann sie nicht ersetzen, verrichten Sie ihren Dienst nicht mehr, ist der Helm Elektroschrott.

Ich gebe dem Helm noch etwas Trockenzeit und beende die Fahrerprobung nach rund 18 Stunden Einsatzzeit auf Fahrrädern und Tretrollern. Etwa 320km legte ich mit dem Helm zurück, in einem Temperaturbereich von 6-24 Grad. Überwiegend fuhr ich den Helm bei Tageslicht, zum Testende hin, schon wegen des immer früheren Sonnenuntergangs, schaltete ich zunehmend mehr das Licht ein.

Der Defekt der Leuchteinheiten zum Testende ist möglicherweise von mir verursacht worden, durch die intensive Regenfahrt und nachfolgend die Nassreinigung als Endreinigung zur Rückgabe des Testhelms. An sich sollte beides dem Helm nichts ausmachen, vielleicht war mein Testexemplar diesbezüglich fehlerhaft, ich bin auf eine diesbezügliche Aussage des Leihgebers gespannt.

Nachtsicht

Ich unternahm einen letzten Versuch zu Nachtaufnahmen und habe diese knapp geschafft, wenn auch nicht mit optimalem Ergebnis.

Wenn überhaupt, so leuchtete der Helm nur noch kurz, ich musste mit der Kamera also schnell sein.

Am späten Abend des 22. Oktobers, fuhr ich mit dem Auto ins Feld, um abseits der Straßenbeleuchtung zu sein. Ich hatte mein großes Stativ, die Spiegelreflex Kamera und einen Kabelauslöser dabei, um bei Langzeitbelichtungen diese nicht zu verwackeln, durch die Handhabung der Kamera.

Ich baute das Stativ und die Kamera etwas versetzt von einem Weidenpfosten auf, auf dem ich den Helm ablegte. Leider hat ich für Stellproben keine Gelegenheit, denn wenn der Helm überhaupt noch leutet, dann nur sehr kurz, ich konnte mir Fehlversuche also nicht leisten. Zunächst machte ich 2-3 Aufnahmen ohne den beleuchteten Helm, um mit der Kamera eine sinnvolle Langzeitbelichtung zu finden, ich kam dann auf 20-30 Sekunden Belichtungszeit, um die Umgebung erkennbar abbilden zu können. Die Schärfe konnte ich mangels Sicht leider nicht einstellen, denn es war wirklich dunkel, „kurz vor unendlich“ müsste mit der Normalbrennweite passen, nahm ich an.Ich wählte eine Normalbrennweite, um Weitwinkel- und Teleeffekte auszuschließen, eine natürlich abbildung zu haben, ein Gesichtsfeld, wie es unsere Augen haben, zudem ist die Optik etwas Lichtstärker als ein Zoom.

Torch Apparel T2 Rücklicht bei Nacht

 

Nachdem ich nun die Kamera aufgebaut und ausgerichtet hatte, begann ich mit dem Rücklicht des Helms, denn die vordere Leuchte reagierte nicht auf den Schalter. Ob das Rücklicht lange brennen würde war unklar, also beeilte ich mich, nahm die Szene mit einer Verschlusszeit von 30s über den Kabelauslöser auf. Leider hielt das Rücklicht am Helm nicht ganz durch, nach etwa 20s fiel es aus, aber für das Bild reichte es.

Von einer optimalen Bildqualität kann man hier wahrlich nicht sprechen, so bitte ich um Entschuldigung für das Resultat, mehr war unter diesen Umständen leider nicht möglich.

Torch Apparel T2 Frontlicht bei Nacht

 

An der vorderen Leuchte scheitere ich weiterhin, wie ärgerlich, sie war nicht schaltbar. Manchmal half ja eine kurze Ladung. Ich steckte im Auto das Ladekabel an und verband es mit dem Helm, diese zeigte keine Reaktion, so zuog ich das Kabel ab und konnte wieder nichts schalten. Erneut steckte ich das Ladekabel, jetzt glimmt die Ladekontroll-LEDs kaum sichtbar, ich gab ihr einige Sekunden und zog das Ladekabel wieder ab.

Jetzt war das vordere Licht schaltbar und ich beließ es, wie zuvor auch beim hinteren Licht, auf der Schaltstufe 1, also der vollen Lichtleistung. Den Helm legte ich schnell auf den Weidenpfosten und eilt zur Kamera, um das Resultat im Bild festzuhalten. Leider war ich nicht schnell genug, denn auch hier hielt die Beleuchtung am Helm die 30s Belichtungszeit nicht durch und erlosch zuvor.

Auch dieses Bild ist alles andere als optimal, es zeigt aber tendenziös die Leistungsfähigkeit der integrierten Beleuchtung, so man hier von einer Leistungsfähigkeit sprechen kann. Ich hatte hier eine Mischung aus einem unbefestigten Feldweg und etwas Asphalt, keine gute Wegstrecke, auf dem Roller oder Fahrrad wäre ich hier nur nochs ehr moderat unterwegs gewesen, um kein Hindernis zu übersehen.

 

Fazit

Ein durchwachsenes und überwiegend positives Testergebnis, wenn auch mit einem negativen Testabschluss durch Defekt.

Auf einer Skala von 0-100% bewerte ich persönlich den Helm mit 80% und spreche ihm damit eine deutliche Kaufempfehlung aus. Diese geht so weit, dass ich ernsthaft überlege, mir den Helm zu kaufen, trotz der hier im Test aufgetretenen Mängel, die ein Einzelfall sein können.

Der Tragekomfort ist gut bis sehr gut, am längsten war der Helm rund 5 Stunden auf dem Kopf, er drückte zu keiner Zeit und gab mir immer einen gefühlt sehr guten Schutz. Die 365 Gramm Gesamtgewicht sind unerwartet gering, damit kann man sich sehr gut arrangieren, mich stört er auf dem Kopf nicht, ich würde ihn auch 8 Stunden tragen.

Die integrierte Beleuchtung ist unauffällig verbaut und treibt das Gewicht des Helms nicht in die Höhe. Eine Micro-USB Buchse als Ladeabschluss wäre mir persönlich lieber, denn ein solches USB Kabel hat man eben doch meistens dabei, sei es für das Telefon, den Radcomputer, oder andere Dinge. Für den Helm muss ich das vorgesehene Ladekabel auf Reisen mitnehmen, habe ich es vergessen, kann ich den Helm nicht nachladen.

Die Verarbeitungsqualität ist, bis auf die Einpassung der beiden Abdeckscheiben der Beleuchtung, sehr gut, da gibt es nichts zu bemängeln. Bei den Abdeckscheiben nehme ich an, dass diese bewusst so verbaut wurden, um sie zu Reparaturzwecken abnehmen zu können, so meine Vermutung, die jedoch nicht belegt ist.

Die Leuchtstärke des Rücklichts ist mehr als überzeugend und ein riesiger Sicherheitsgewinn, auf den ich nicht verzichten möchte

Die Leuchtstärke der vorderen Beleuchtung reicht für moderates Tempo auf dem Fahrrad oder Tretroller gerade noch aus, für Nachtfahrten in unebenem Gelände oder bei hoher Geschwindkeit ist sie ungeeignet und dient hier allenfalls der besseren Erkennbarkeit des Radfahrers.

Die Beleuchtung ist vorne und hinten bedarfsgerecht schaltbar, durch ein starkes oder abgeschwächtes Dauerlicht, sowie schnelles oder moderates Blinklicht.

Der „Anschaffungswiderstand zur Eigentumsübertragung“ ist mit knapp 120,- EUR unerwartet gering und absolut gerechtfertigt, denn ein Helm dieser Melonen Bauform kostet ohne Beleuchtung ja gerne schon einmal 70-80,- EUR.

Die Störung an den beiden Leuchtmodulen reduziert das Gesamtergebnis etwas, hier interessiert mich aber noch die Ursachenanalyse, woher kommt der Schaden? Die Regenfahrt überstand der Helm, etwas Wasser kam hinter die Abdeckscheiben der Leuchten, nach der Nassreinigung fielen dann die Beleuchtungen aus. Ein Einzelfall, Fehlbedienung, oder Überforderung des Materials meinerseits?

Muss der Helm vor Nässe geschützt werden, oder darf er nicht nass gereinigt werden, sollte Torch Apparel darauf hinweisen.

Mir sagt der Helm sehr zu, vielleicht sollte ich nur etwas schonender damit umgehend, aber einen Testhelm wollte ich schon breitbandig intensiv testen, unter alle Bedingungen.

Wie gesagt, eine klare Kaufempfehlung bei einem Gesamtergebnis von 80%. Ich möchte den Helm haben.

 

Leihgabe des Testexemplar ohne Beeinflussung des Testergebnisses

An dieser Stelle komme ich nun abschließend zum Leihgeber des Testhelms.

Aufmerksam gemacht durch meinen Kurzbeitrag zu diesem Helm vom November 2015, kontaktierte mich die Firma Helmheld24 und bot mir an, mir leihweise einen Testhelm zu überlassen. Wir haben dazu telefoniert und die Modalitäten abgestimmt.

Die Firma Helmheld machte klar, dass ich einen gebrauchten Testhelm für einen Zeitraum von 4 Wochen gestellt bekomme, der nach Testende zurückzugeben ist, zudem werde eine Vergütung für diesen oder weitere Testbeiträge ausgeschlossen.

Ich machte klar, das ich als Privatperson blogge und keinerlei kommerzielle Interessen verfolge, in meiner Meinungsbildung vollkommen frei bin, es bleibe und zudem keinerlei „readaktionelle Anpassung“ oder sonstige Einflussnahme akzeptieren werde.

Wir ereinbarten in beiderseitigem Einvernehmen diese Eckpunkte und so erhielt ich dann am 24.9. den Testhelm, ihm lag auch gleich eine Wertmarke für die kostenfreie Rücksendung bei.

Die Firma Helmheld24 hat den Deutschlandvertrieb die diese Helme, knapp 120,- EUR kostet der Torch Apparel T2 dort aktuell.

Herzlichen Dank an die Firma Helmheld24 für die Leihgabe, verbunden mit meiner Entschuldigung für die Beschädigung des Testhelms im Rahmen der intensiven Produktprüfung.

 

One thought on “XXL Produkttest Torch Apparel T2 Helm mit integrierter Beleuchtung vorne und hinten

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