Radbrille war gestern, Projektionsbrille mit Head-Up Display die Zukunft?

In der Cycling Weekly Ausgabe des 30. Juli 2015 entdecke ich gerade eine Projektionsbrille für Radfahrer, die Redcon Jet, rund 580GBP sind preislich veranschlag, etwa 50.000 Stück will Redcon schon verkauft haben.

Ich hörte vor längerer Zeit von der Skibrille, die man wohl auf ausgewählten Skipisten leihen kann, als Fahrradbrille war mir dieses Konzept aber neu.

Mit 85gr. ist die Brille nicht gerade leicht, sie muss jedoch auch allerhand Technik integrieren, wie beispielsweise einen Akku, den Rechner und die Projektionseinheit.

Für ein technisch so aufgerüstetes Gerät wirkt die Brille erstaunlich kompakt, dennoch fällt die verbaute Technik optisch deutlich auf, erkennbar an den abstehenden Modulen.

Die Brille trägt sich vermutlich recht normal, ich gehe jedoch davon aus, dass der Träger das Gewicht auch deutlich spüren wird, was auf Dauer unangenehm sein dürfte. Hier scheint noch allerhand Entwicklungsarbeit erforderlich, die Elektronik deutlich kleiner zu bauen.

Nicht wenig Technik wurde verbaut, so beispielsweise ein ARM 1-GHZ  Prozessor, 8GB Flash Speicher, ein 3D-Bewegungssensor, Drucksensor und auch ein Infrarot-Sensor, verbinden lässt sich GPS, Bluetooth 4.0, ANT+, WiFi, und Micro USB.

Die Projektion in 16:9 soll der eines 30″ HD Monitors auf einen Betrachtungsabstand von etwas mehr als 2 Metern entsprechen, damit sollte diese auch klar und geräumig erkennbar sein.

Bemerkenswert finde ich das optische Touchpad, es soll bei jeder Witterung und auch mit Handschuhen bedienbar sein. Die Foto- und Videokamera ist integriert, wie auch ein kleiner Lautsprecher. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man den  Lautsprecher auf dem Fahrrad hören soll, die Windgeräusche am Ohr dürften ihn deutlich überdecken. Ich benutze zeitweise einen In-Ear Kopfhörer, nur einen, für Ansagen meiner Pulsuhr wenn ich mit Zonen trainiere, schon das ist schwer verständlich.

In der Brille ist ein Lithium-Ionen Akku verbaut, der eine Betriebszeit von bis zu 4 Stunden verspricht, viel ist das nicht, aber länger wird man die schwere  Brille auch nicht tragen wollen. Je nach Nutzung der Sensoren kann die Akku Laufzeit deutlich kürzer ausfallen, aber das kennen wir ja schon von unseren Smartphones.

Sollte ich jemals die Brille testen dürfen, werde ich das interessiert ausgiebig tun, jedoch könnte ich mir nicht vorstellen eine solche Brille zu kaufen, ich persönlich benötige diese Funktionalität nicht, interessiere mich aber sehr für diese Technik.

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