Continental Grand Prix Urban Reifen 35-622

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Meine Vorliebe für Schindelhauer Fahrräder ist schwer zu verbergen, doch es sind nicht nur die Räder, die mich interessieren, es ist auch wertiges Zubehör.

Continental fertigt spezielle Reifen auch exklusiv für Marken wie Schindelhauer, so läuft mein Viktor Fixie auf Continental Grand Prix 28-622 und die Reifen passen hervorragend zu diesem Rad. Sie sind schnell, relativ leicht und griffig.

Nun bietet Schindelhauer aber auch andere Räder an, für die Stadt und für Touren. Dafür gibt es nun einen weiteren Reifen, den es exklusiv nur über Schindelhauer gibt, den Continental Grand Prix Urban, in der Dimension 35-622.

Er basiert auf der legendären BlackChilli Gummimischung, die ich auch an meinen Conti GP 4000 Is Rennradreifen sehr schätze, hinzu kommt eine zusätzliche Gummilage für mehr Pannensicherheit. Im Resultat ist der Grand Prix Urban ein sportlicher urbaner Reifen, der mit Sicherheit für viele Radfahrer/innen interessant ist, wenn man sich eben gerne etwas sportlicher bewegt.

Eigentlich schade, dass Continental den Reifen nicht frei über den Handel vertreibt, aber man kann ihn ja bei Schindelhauer für 49,- EUR beziehen und der Preis erscheint mir noch vertretbar.

 

 

Südpfalz Adventures XH-2 Special Edition Cross-Roller

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So liebe Leser, es ist geschafft, mein Tretroler Fuhrpark hat sich den Nutzungsänderungen angepast, der Kostka Race, Kostka Hill Fun und Mibo Tiny Roller sind weg, es verblieb nur mein sehr geschätzter Swifty One 16/16 Faltroller, der nun durch einen Cross-Tourenroller von Südpfalz Adventures, dem XH-2 Special Edition, ergänzt wird.

Mal fahre ich mehr Fahrrad, mehr mehr Tretroller und mal Laufe ich mehr, ich schätze die Abwechslung. Derzeit hänge ich mehr am Radfahren, möchgte aber auch das Tretrollern nicht vernachlässigen und so fehlt dem Swifty One noch etwas tourentaugliche Unterstützung, die etwas Bodenfreiheit haben sollte, um auch Feld- und Waldwege rollern zu können, die Reifen sollten das auch unterstützen. Tourenroller mit sprachen mich schon an, gerne mit der Big Apple Bereifung, explarisch hierfür sei der Mibo Malaga genannt. Da ich aber weniger an Reisen mit dem Tretroller denke und es mich mehr in den Wald und das Feld zieht, sprachen mich auch die Crosser an. Da ich selbst „trete“ und keinen Hund vor den Roller spanne, schieden einige Modelle aus, die doch eher für den Zughundesport konstruiert wurden und ein sehr hohes Trittbrett habem, die Tritthöhe liegt hier gerne bei 17cm und mehr, ich kann das nicht sinnvoll treten. Mein Swifty hat etwa 12cm und mehr sollte es auch nicht sein, während mir die üblichen 8-9cm bei den Mibo Tourenrollern etwas zu wenig sind, da setze ich häufig auf.

Tektoss und XH Roller sprachen mich am meisten an, zunächst lag mein Fokus auf Tektoss, gerne auch als reiner Rahmen zum Selbstaufbau, aber die bekomme ich nicht tief genug, man fährt die Roller gerne Downhill oder mit Zughunden, beides strebe ich nicht an.

Südpfalz Adventures aus Hauenstein in der Pfalz ist da breiter aufgestellt, dort vertreibt man Roller anderer Hersteller als Fachhändler und bietet zudem die selbst konstruierten XH Modelle und einer großes Bandbreite an. Deutsche Produkte sind ja auch nicht zu verachten, ganz im Gegenteil, wenn möglich und sinnvoll. bevorzuge ich diese Produkte.

In der großen Bandbreite der XH-Modelle spricht mich der XH-2 Special Edition am meisten an, die Ausstattung ist wertig und robust, die vordere Scheibenbremse und hintere hydraulische Felgenbremse sind belastbar, die Laufräder mit den Schwalbe Reifen zweckmäßig, der Rahmen sehr stabil und dann eben noch die ungewöhnliche Parallelogramm Gabel mit Federung. Eine konventionelle Federgabel spricht mich am Roler nicht an, sie wippt zu stark und benötigt unbedingt eine Verriegelung, im Idealfall am Lenker. Diese müsste ich dann aber oft bedienen, denn ich möchte ja auch eine Federung habe, dennoch ohne wippen treten können. Die hier verbaute Parallelogramm Federung soll nicht wippen und nach inzwischen 80km Praxiseinsatz kann ich das uneingeschränkt bestätigen.

Südpfalz-Adventures XH-2 Specia Edition Cross-Roller

Ich habe den Roller bisher rein auf Schotterwegen, wie auch auch Asphalt gefahren und bin sehr zufrieden, wenn ich noch etwas mehr Erfahrung gesammelt habe werde ich präziser dazu berichten.

Dieser Beitrag als keiner Appetithappen darauf…

 

Rennradreifen Vittoria Graphene Corsa Speed laufen jetzt rund

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Uih Leute, was für ein Kampf.

Kürzlich wechselte ich die Laufräder an meinem Rennrad und mit Ihnen auch die Reifen, so fahre ich jetzt Vittoria Graphene Corsa Speed, anstatt der bisherige Continantel GP 4000 IIs, mein Rad ist damit „italienisiert“.

Die Montage war nicht einfach, die Reifen zogen sich nur schwer auf die Fekgen auf, aber mit etwas Geschick ging es, man benötigt aber etwas Übung und Fingerspitzengefühl dafür, sollte zuvor also schon den einen oder anderen Reifen aufgezogen haben.

Nachdem die Reifen stramm auf der Felge waren, legte ich den leicht aufgepumpten Schlauch ein und montierte den Reifen fertig. Mit Druck auf dem Reifen zeigte sich auf Anhieb, dass sie einen Höhen- und Seitenschlag hatten, also nicht rund liefen. Ich habe wieder Luft abgelassen und die Reifen etwas mit den „Fingern massiert“, wie auch mit der Felge langsam abgerollt. Es war etwas besser, aber wirklich rund liefen die Reifen nicht.

Nun entschied ich mich, nachdem die Reifen wieder aufgepumpt waren, zu einer kurzen Probefahrt, ich hatte ein sehr unangenehmes Fahrgefühl, durch den Höhenschlag kamen deutlich Vibrationen ins Rad, insbesondere am Vorderrad, der Lenker vibrierte richtig. Nach etwa 30km brach ich ab, es hatte keinen Sinn.

Ich habe die Luft wieder weitgehend abgelassen und den Reifen wieder mit Druck auf dem Boden abgerollten, damit er sich besser setzt, viel etrreichte ich damit aber nicht. Statt der 6-9 bar pumpte ich nun nur knapp 1,5 bar auf die Reifen, damit sie gerade so getragen haben, die Felge also nicht auf dem Asphalt lief. So fuhr ich nun langsam ohne ohne Absätze, zum Schutz der Felgen, rund 2km Strecke, hier wurden die Reifen nun besser gesetzt. Nachdem ich wieder die vollen 9 bar auf die Reifen gab, lief der hintere Reifen nun fast perfekt rund, am Vorderrad hatte ich noch einen ganz leichten Höhenschlag, jedoch keinen Seitenschlag mehr.

Mit diesem Zustand habe ich dann wieder eine Tour mit knapp über 100km gefahren und es ging recht gut, die Reifen laufen sehr gut, sind mir 23mm und 9 bar jedoch sehr hart, aber das war auch gewollt, ich entschied mich ja bewusst für diese Reifen.

Ganz optimal ist der vordere Reifen noch nicht auf der Felge, ich habe jedoch den Eindruck, er setzt sich noch etwas und läuft zunehmend besser.

Eine längere Fahrerfahrung habe ich mit den Reifen noch nicht, so wird ein Beitrag dazu später folgen, während ich hier nur zur kniffeligen Montage berichten wollte.

Hat man keine Probleme, so schafft man sich welche…

Die alten Laufräder mit den Conti Reifen sind noch da, die 25mm GP 4000 IIs laufen deutlich komfortabler, vielleicht rollen sie mal wieder für spezielle Strecken, zunächst bleibt es bei den Graphene Reifen.

 

Cross-Roller gesucht, sachdienliche Hinweise erbeten !!!

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Unverkennbar sind Fahrräder der Schwerpunkt meines Blogs, zeitweise auch mal das Laufen, doch auch die Tretroller verliere ich nicht aus dem Blick.

Ich habe meinen Fuhrpark ausgedünnt, mich von Rollern und Fahrrädern getrennt, so bleibt eigentlich nur noch mein Swifty One Faltroller übrig.

Swifty_One_25_Seite_rechts_entfaltet

Mein Faltroller hat ausreichend Bodenfreiheit, er hat auch auf Feldwegen keine Probleme, doch eigentlich möchte ich damit verschonen, er ist und bleibt mein Reiseroller, der mal schnell eingepackt ist und zudem sehr schick ist.

Von meinem Rennroller habe ich mich schon lange getrennt, er kollidierte zeitlich mit dem Rennrad, was mich inzwischen mehr anspricht.

Ich interessiere mich derzeit für einen Crossroller, mit dem ich sowohl aus Asphalt rollern kann, aber eben auch über Feld- und Waldwege, während Downhill und Trails nicht zu meinen Interessen gehört. Der Roller muss zudem sinnvoll tretbar sein, leider sind die meisten Modell für Hunde ausgelegt, man lässt sich also von Hunden ziehen, entsprechend schwer sind die Roller, zudem sind die Trittbretter mit bis zu 17cm sehr hoch.

Mein Swifty hat 12cm Tritthohe und viel mehr möchte ich auch nicht akzeptieren, es wird dann doch recht mühsam.

Die Tektoss Roller sprechen mich sehr an, aber sie sind eben für Zughunde gebaut und so sind die fertig montierten Roller sehr hoch, zu hoch für mich. Einen Rahmen würde ich dennoch gerne nehmen, um mir selbst einen Roller aufzubauen, somit also mein Anruf an die Leserschaft, wenn ihr etwas anzubieten habt, oder jemand kennt der jemand kennt, der mir etwas vermitteln könnte…, wäre ich für jeden Hinweis sehr dankbar.

Ich interessiere mich auch für die Roller von Südpfalz Adventure, beispielsweise den XH-2 Special Edition, der mir annehmbar erscheint, oder eben auch der XH-4 A mit der Big Apple Bereifung, mehr auf Asphalt ausgelegt und ohne Federung.

Gebt mir bitte Hinweise, ich wüsste auch gerne Abmessungen, Tritthöhe, Gewicht etc., auch die Ausstattung. Zugegeben, es gibt nicht viele Rollerfahren, aber falls hier doch jemand meinen Blog liesst, gib mir bitte einen Kommentar.

Kostka Roller habe ich für diesen Zweck gestrichen, deren Rahmen sind mir nicht steif genug, als Rennroller war mein Kostka sehr gut, aber als Crosser möchte ich ihn nicht haben. Mibo konzentriert sich auch mehr auf die Straße und Dickbike spricht mich irgendwie auch nicht ganz an. XH oder Tektoss sind meine Favoriten, doch leider habe ich Möglichkeit mir einen Roller mal live anzuschauen oder gar zu rollern, falls ihr da also etwas vermitteln könnt…

Ich hin aus Mittelhessen, würde mir einen Roller von Kassel bis Darmstadt anstauen, von Siegen bis Fulda oder so, da bin ich flexibel.

Tja, dann hoffe ich mal auf sachdienliche Hinweise…

 

Reifen am Rennrad nicht zentriert, unrunder Lauf

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Ich erneuere gerade die Laufräder an meinem Rennrad. Die dort serienmäßig verbauten Fulcrum Racing 7 Laufräder gefallen mir nicht wirklich, auch nicht als günstige Trainingsräder. Nun gut, der Laufradsatz wird mit etwas 170€ vielerorts angeboten, da kann man wirklich nicht viel verlangen. Die Räder laufen nicht schlecht, sind aber sehr träge und der laute Freilauf am Hinterrad stört mich.

Da ich meinen Bianchi Renner auch gerne national italienisch haben möchte, entschied ich mich für Campagnolo Eurus Laufräder, sie erscheinen mir als guter Kompromiss zwischen den Fahreigenschaften und dem „Anschaffungswiderstand“, zudem passen sich auch gut zum Rad und dessen Campagnolo Gruppe. Für den Anschaffungspreis gibt es sicherlich besser Laufräder, aber ich bin kein Rennfahrer und werde auch nie einer sein, ich fahre gerne mit meinen Rädern und schaue sie mir auch gerne an, sie müssen mir also auch gefallen.

Nun gut, Continental GP 4000 Ins Reifen hatte ich beim Kauf des Rads schon vom vorherigen Rad übernommen und die auf dem Bianchi montierten einfachen Vittoria Reifen auf das alte verkaufte Stevens Rennrad montiert.

Die Conti Reifen sind noch gut, ich hätte sie auch auf die neuen Laufräder übernehmen können, doch wie gesagt, zu einem italienischen Rad mit Campagnolo Gruppe und Laufräder gehören auch Vittoria Reifen, nur eben bessere, nicht die einfachen.

Die Vittoria Graphene Corsa Speed Reifen sagen mir zu und geben sich nicht viel mit den Conti GP 4000 II2, so entschied ich mich für diese. Nach einer Ausfahrt von knapp 50km kann ich noch nicht viel dazu sagen, ein Beitrag dazu folgt später, mit etwas mehr „Erfahrung“.

Was ich hier und heute berichten möchte ist etwas anderes, die schwierige Montage der Reifen. Ich habe die Reifen nur schwer auf die Felge bekommen, einer meiner Kunststoff Reifenheber hat dabei sichtlich gelitten, nie zuvor musste ich mit einem Reifen so „kämpfen“.

Mit viel Geduld, Geschick und Kraft bekam ich letztlich den Reifen auf die Felge, vorne und hinten, doch ein sauberer Rundlauf hinsichtlich des Seiten- und Höhenschlags gelingt mir nicht wirklich.

Ich habe die Reifen mehrfach aufgepumpt, abgelassen, teilweise aufgepumpt und gewalkt, abgerollt, doch es hilft nichts, wirklich sauber rund laufen sie nicht. Ein weiteres Problem kam hinzu, mein Werkzeug für den Verschlussring der Kassette passt nicht wirklich, so kann ich derzeit das hintere Laufrad nicht wechseln und konzentriere mich auf das Vorderrad.

Besser gelingt es nicht, der Reifen sitzt fest auf der Felge und ich gehe dann auf 8,5bar, bis 9bar ist der Reifen und die Felge zugelassen.

Biancho OLTRE vorne Laufrad Campagnolo Eurus neu

Heute habe ich nun meine erste Ausfahrt mit dem Rad unternommen, mit unterschiedlichen Laufräder und Reifen, hier im Bild vorne das Campagnolo Eurus Laufrad mit dem Vittoria Corsa Speed Graphene Reifen.

Am meisten stört der Reifen optisch, denn ich habe ihn ja im Blickfeld und sehe den leicht „eiernden“ Rundlauf, wirklich schön ist das nicht, zudem fühle ich auf sehr ebener Strecke leichte Vibrationen im Lenker. Ich bringe die kleine Ausfahrt zu Ende, angesichts der Hitze belasse ich es bei knapp 50km und wollte ja zunächst einmal wissen wie sich der Reifen fährt. Der erste Eindruck ist gut, aber ich muss nachbessern, nehme mir das Laufrad nochmal vor und werde das Rad wohl mal kurz mit stark abgesenktem Luftdruck fahren, damit der Reifen mehr walkt und sich dabei noch etwas setzt, 1-1,5bar sollten hierfür genügen, ich werde es versuchen.

Biancho OLTRE hinten Laufrad Fulcrum Racing 7 alt

Das Hinterrad ist unverändert, nachdem ich an der Cassette scheiterte, habe ich es zunächst beim bisherigen Fulcrum Laufrad mit dem „alten“ Conti GP 400o IIs Reifen belassen. Wirklich schlecht läuft das Rad mit dieser Mischung nicht, vorne 23er Vittoria und leichtes Laufrad, hinten die bisherige schwere Ausrüstung mit dem 25er Conti GP 4000 IIs. Schön ist es natürlich nicht und das bleibt auch nicht so.

Bianchi OLTRE mit verschiedenen Laufrädern

Im Gesamtbild fällt die unterschiedliche Ausstattung nicht wirklich auf, da muss man schon genau hinschauen.

Demnächst weiter mit diesem Thema. Die alten Laufräder werde ich mit der Bereifung behalten, sie taugen noch für die Rolle oder mal für einen „speziellen“ Einsatz, es wird sich zeigen, Kapital binden die Räder ja nicht.

 

Toxy ZR Tieflieger wieder einsatzbereit, quietscht und schleift aber noch etwas

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So, heute kam nach der kürzlichen Wartung mein Tieflieger nach langer Standzeit endlich mal wieder auf die Strecke.

Ich hatte während der Woche viel Arbeit und kam kaum zum Radfahren, hinsichtlich der Sommerhitze ist das egal, denn es ist heute auch heiß, vielleicht noch etwas heißer, zwischen 30 und 34 Grad hat mein Garmin 520 heute Mittag bei der kurzen Ausfahrt auf knapp 21km ermittelt.

Zuvor war ich mit dem Rennrad unterwegs, aber das ist ein anderes Thema.

Kürzlich berichtete ich über erforderliche Reparaturen an meinem Liegerad, denn das Luftdruck-Federbein war defekt, ich habe es ersetzt. Jetzt habe ich nur noch eine Luftdruck-Federung, aber keine regelbare Zug- und Druckstufen Dämpfung mehr.

Die bisherigen Schwalbe Ultremo ZX Reifen waren trotz des jungen Alters und der geringen Laufleistung rissig und erschienen mir als Sicherheitsrisiko, den 11bar sind ein stolzer Luftdruck, da möchte ich keinen Reifenplatzer leben. Warum der der hohe Luftdruck, es liegt an der Laufradgröße 20″, die Reifen sind für höhere Luftdrücke ausgelegt.

Die neuen Schwalbe Durano Reifen sind keine reinrassigen Rennreifen, eher sehr sportliche Tourenreifen, sind sind pannenfester und laufen mit etwas weniger Luftdruck.

Wie dem auch sei, zuvor die Ausfahrt mit dem Rennrad war bei der Hitze schon belastend, aber knapp über 20km mit dem Liegerad traute ich mir noch zu, denn ich wollte ja nun endlich wissen, wie sich der Renner wieder fährt.

Die ersten meter kamen mir wieder etwas ungewohnt wackelig vor, denn ich fuhr ja nun mindestens 1 11/2 Jahre kein solches Liegerad mehr und etwas Übung braucht es schon ein solches Rad sicher zu beherrschen.

Da ich auf dem Liegerad die gleichen Speedplay Systempedale wie auf dem Rennrad fahre, ließ ich die Schuhe gleich an. Beim letzten mal hatte ich noch Leo Look Pedale am Liegerad, vor mehr als einem Jahr stieg ich aber auf Speedplay um und klicke daher nun  etwas anders ein. Hinzu kommt, am Liegerad stecke ich die Beine nach vorne aus und sie hängen dann quasi an den Pedalen herunter, während ich auf einem „normalen“ Fahrrad ja von oben trete, wie man das eben so macht.

Zurück zur Ausfahrt, ich gewöhnte mich sehr schnell wieder an das Rad und dann bekannte Grinsen stellte sich wieder in meinem Gesicht ein, die Mundwinkel näherten sich den Ohrläppchen, so kennt man das auf so einem Rad. Die seht tiefe Sitzposition ist schon unvergleichlich, die Perspektive toll, so habe ich das zuvor auf meinem Kurzlieber mit etwa 55cm Sitzhöhe nie empfunden. Kurzlieber sind die gängigsten Liegeräder, ich wechselt im Frühjahr 2007 auf meinen Tieflieger und bereue es bis heute nicht. Ich fahre das Rad mal mehr und mal weniger früher sehr viel mehr, aber es wird immer einen seinen Platz in meinem Fuhrpark behalten, Trekkingräder, Rennräder, MTBs und Falträder kamen und gingen, mein Toxy ZR bleibt.

Die neuen Reifen hatte ich gut aufzogen, sie zeigen kaum Seiten- und Höhenschlag, laufen  gut. Die hintere Scheibenbremse macht zeitweise Geräusche, möglicherweise habe ich den Bremssattel nach dem Laufradausbau nicht perfekt ausgerichtet, da muss ich nochmal ran, schauen wo es schleift.

Zeitweise vernehme ich auch leicht quietschende Geräusche, sie sind schwer zu orten, scheinen aber vorne vom Antrieb zu kommen. Ich vernehme sie meist in den mittleren Gängen bei kräftigem Tritt, unabhängig davon, welchen Gruppengang ich an der SRAM DualDrive Nabe wähle. Die Kette ist schon alt und verlangt nach einer Reinigung und Schmierung, mal schauen, ob sich damit das zeitweise Quietschen beheben lässt.

Toxy ZR Tieflieger neu bereift

Wird schon werden, mein Liegerad ist in die Jahre gekommen, er braucht wohl eine weitere Wartungseinheit, um es wieder zu optimieren.

Toxy ZR Tieflieger neu bereift

Das Toxy ZR ist vermutlich schon ein Klassiker, die Firma Toxy fertigt es noch immer und es wird sicher auch immer noch Käufer finden. Viel Konkurrenz gibt es nicht, die meisten Liegeräder und Renn-Liegeräder bevorzuge die Kurzlieber Bauform, bei der man deutlich höher sitzt, den Antrieb dann auch wieder hinten hat, über eine sehr lange Kette.

Nun ja, der Liegerad Markt ist schon sehr speziell, an sich sind alle Produkte Kleinserien, aber es macht wahnsinnig viel Spaß und ist sehr schonen, denn in einer guten Sitzschelte tut weder Rücken, noch Po oder Nacken weh, ergonomischer kann man nicht mehr fahren.

 

SRAM Automatix, die 2-Gang Automatikschaltung

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Für diesen Beitrag greife ich sehr weit zurück, ungefähr 35-38 Jahre. Ich beschäftigte mich damals gerne mit dem Sperrmüll, schleppte Elektrogeräte heim, um sie zu reparieren oder notfalls für das Ersatzteillager auszuschlachten. Fahrrad Schrott fiel mir auch reichlich in die Hände, viele Klappräder, wie man sie damals in den 70er hatte, die meisten ohne Schaltung. Einmal schleppte ich ein 20″ Hinterrad aus einem Faltrad heim, ich hielt es für ein normales Laufrad ohne Schaltung und  mit der üblichen Rücktrittbremse. Damals waren auch Bonanza Fahrräder sehr angesagt, mich interessierten sie nicht, wohl aber deren Bereifung. Ich fuhr damals die gängigen 20×1,75 Straßenreifen, die Bonanza Räder hatten 20×2,25 – 20×2,5 Stollenreifen. Da wir Lausbuben damals mit unseren Rädern gerne  durchs Feld bretterten, wären solchen Stellenreifen ein echter Gewinn. Ich kam zu einem solchen Reifen und zog ihn auf das Laufrad auf, um es dann im Klapprad zu verbauen.

Dann bemerkte ich bei meine Ausfahrten einen sehr seltsamen Effekt, mal musste ich schwerer treten und mal leichter, einen Reim konnte ich ich mir zunächst nicht darauf machen, doch irgendwann erkannte ich den Trick, nach dem Rücktritt schaltete die Nabe um, vom kleinen zum großen Gang und umkehrt, es handelte sich um eine Fichtel & Sachs Torpedo Duomatic Nabe.

Heute kenne ich mich besser aus, um zu wissen, dass es auch damals schon eine 2-Gang Automatik Nabe gab und alternativ dazu eben die Duomatic, die mittels Rücktritt geschaltet wurde. Beides hat seine Vorzüge, nach meiner aktuellen Erfahrung bevorzuge ich inzwischen die Automatik Nabe, denn ich möchte nicht mittels Rücktritt schalten, ich empfinde das als zu umständlich, zudem muss ich den Tritt unterbrechen, was bei der Automatik Nabe nicht erforderlich ist.

Fichtel & Sachs Fahrradkomponenten gibt es nicht mehr, 1997 übernahm SRAM die Sparte und baut weiterhin die Namenschaltungen in Schweinfurt.

Die SRAM Automatix 2-Gang Nabe sehe ich auf der Straße eher selten, es gibt aber dennoch Räder verschiedener Preisklassen die sich derer bedienen, meist mit Fokus auf den urbanen Einsatz.

Ich fahre die Automatix Nabe in einem Schindelhauer ThinBike, aber wes geht hier ja weniger um das Fahrrad an sich, als mehr um die Schaltung. Rund 900 Kilometer habe ich die Nabe inzwischen gefahren, auf Überlandstrecken, moderat hügelig. Ausfahrten von 50km und mehr empfinde ich nicht als Problem, ganz ohne Kondition geht es aber natürlich nicht und mit meinem Fixie würde ich eine identische Strecke so nicht fahren. Ich fahre die Automatix Nabe zwar überwiegend im großen Gang, bin flott unterwegs, aber hier und da ist der etwas kürzere Gang schon nützlich, auch beim Anfahren natürlich.

Die Nabe läuft ruhig und leise tickend, im Freilauf vernehme ich manchmal ein leicht schleifendes Geräusch, bewege ich minimal die Pedale vor oder zurück verschwindet das Geräusch und die Nabe schnurrt wieder ganz ruhig.

Die Übersetzung der Nabe beträgt im 1. Gang 1:1 und im 2. Gang 1:1,33, was wiederum in etwa dem 2. und 3. Gang der klassischen 3-Gang Nabe entspricht, sei es die Torpedo, oder eben auch meine Sturmey-Archer im Brompton.

Nun sagt die Übersetzung der Schaltung alleine noch nicht viel aus, mein Rad ist mit 55 : 24 übersetzt, also Kurbel auf Nabe, bereift ist es mit 40-507 Kajak Reifen, also 24″, ein vielleicht etwas sonderbares Format, aber es ist ja auch ein kompaktes Rad.

Woraus ich aber eigentlich hinaus will, ist die sogenannte Entfaltung, also die zurückgelegte Wegstrecke pro Kurbelumdrehung, damit werden die Einzelwerte schon etwas konkreter, man kann sich etwas darunter vorstellen.

Im 1. Gang sind es 4,23m  und im 2. Gang 5,62m je Kurbelumdrehung. Machen wir es noch etwas konkreter, bei 80 Pedalumdrehungen je Minute, also ein eher gemütlicher Wert, komme ich auf 20,28 und 26,98 km/h. Ich trete durchschnittlich 90 U/min, damit komme ich auf 22,82 und 30,35km/h.

Wenn ich es mal richtig flott angehe, fahre ich das Rad bis etwa 34km/h, darüber wird es mühsam, dann muss ich angenehm schnell treten. Mit meinem Fixie fahre ich ein vergleichbares Tempo, nur habe ich dort keine Schaltung damit nur den großen Gang.

Nach meinen Beobachtungen schaltet die Nabe zwischen 16,5 und 18km/h auf den großen Gang, was auch bei Last erfolgt, ich muss also keine Kraft auf den Pedalen nehmen. Dieser Schaltpunkt bezieht sie auf mein 24″ Laufrad, bei anderen Radgrößen ädert sich die Rotationsgeschwindkeit der Nabe, weshalb SRAM verschiedene Versionen anbieten. Ich könnte mir diese Nabe auch sehr gut in meinem 16″ Brompton Faltrad vorstellen, als Ersatz für die dort verbaut Sturmey-Archer 3-Gang Nabe. Da 16″ Laufräder auf der gleichen Wegstrecke aber viel mehr Umdrehungen machen als die 24″ Räder, würde die Nabe bei deutlich geringerem Tempo umschalten, bzw. bei größeren Laufrädern etwas später.

 

Was die Nabe nicht unter Last kann, ist zurückschalten, dafür muss ich etwas Druck aus dem Pedal nehmen, also weniger kraftvoll treten. Es gibt natürlich keine Anzeige, anhand derer ich erkennen kann, wann ein Gangwechsel möglich ist, ich also langsam genug fahre, über einen Tacho wäre es möglich. Ich habe an diesem Rad keinen Tacho, zeichne Strecken nur mir der Laufuhr oder dem Smartphone auf, brauche die Anzeige während der Fahrt aber nicht.

Wie schalte ich nun also zurück? Ganz einfach, nach Gefühl, den ich sehe Anstiege ja kommen und spüre den zunehmend schwereren Tritt. Wenn ich das Gefühl habe, „langsam genug“ zu sein, nehme ich etwas Kraft aus den Pedalen und die Nabe schaltet zurück. Wenn sie es nicht tut, habe ich entweder zu viel Druck auf den Pedalen, oder bin noch zu schnell, also werde ich noch etwas langsamer und dann klappt der Gangwechsel bestimmt.

Die Nabe ist sehr unkompliziert und man benötigt auch keinen Schalter am Lenker, durch den Rücktritt verzichte ich auch auf den Bremsgriff, ideal für ein puristisches Rad. Links am Lenker habe ich den Bremsgriff für die vordere Scheibenbremse, auf diese möchte ich auch nicht verzichten, denn bei flotter Fahrweise benötigte ich eine leistungsstarke Bremse, der Rücktritt kann das leider nicht bieten. Ich bin da vielleicht etwas zu anspruchsvoll, mir genügen auch die Rollenbremsen an den Mieträder im Niederlande Urlaub nicht, so nehme ich da gerne mein Brompton Faltrad mit.

Nach meiner etwa 900km langen „Erfahrung“ kann ich die SRAM Automatix uneingeschränkt empfehlen, selbst außerhalb der urbanen Nutzung, also wie bei mir, aber in der Stadt dürfte die Schaltung ihre Vorteile noch besser ausspielen.

 

Reifenschaden – Schwalbe Ultremo ZX Slicks rissig, Reifenwechsel auf Schwalbe Durano Plus am Toxy ZR Liegerad

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Ich glaub’s ja nicht. Da mache ich mein Tieflieger Liegerad Toxy ZR starklar, nach rund 1,5 Jahren Standzeit wird es Zeit dafür, dabei entdecke ich das defekte Luftdruck-Federbein und die rissigen Reifen.

Zum Federbein habe ich bereits mit dem letzten Beitrag berichtet, jetzt widme ich mich den Reifen.

Wie ebenfalls bereits erwähnt, mein Rad ist schon recht alt, ich hatte es 2007 gebraucht angeschafft, viele tausend Kilometer hat es abgespult, die ersten Reifen waren Schwalbe Marathon Racer, vor 2 Jahren war Ersatz erforderlich, sie waren abgefahren. Es ist logisch, dass der Reifenverbrauch auf kleinen Laufrädern größer ist, denn sie rotieren mehr, für die gleiche Wegstrecke.

Der damalige Schwalbe Marathon Racer war ein sehr guter Reifen, griffig, pannensicher und langlebig, erkauft mit höherem Gewicht und mehr Rollwiderstand. Ich entschied mich daher vor 2 Jahren beim Reifenwechsel für Hochdruck Slicks, Schwalbe Ultremo ZX in der Größe 23-406, also 20″, bei mir mit 11 bar betrieben.

Schwalbe Ultremo ZX Slick Reifen rissig

Ich hätte mich wohl besser nicht für diesen Reifen entschieden, aber hinterher ist man bekanntlich immer schlauer, insbesondere dann, wenn ich heute Produktbewertungen dazu lese.

Reifenpannen und Risse scheinen auch bei anderen Kunden keine Seltenheit zu sein, es ist offenbar kein besonders haltbarer Reifen, scheint eher zur kurzen Nutzung bei Wettbewerben geeignet. Was ist schon kurz oder lang, ich habe ihn etwa 1,5 Jahre auf dem Rad, mit einer sehr überschaubaren Laufleistung von 200-300km, denn ich entdeckte dann das Rennradfahren und setzte darauf Priorität.

Schwalbe Ultremo ZX Slick Reifen rissig

Bis 11 bar können die Reifen gefahren werden, und näherungsweise fuhr ich auch diesen Luftdruck, ich bewege mich meistens nahe des Maximaldrucks, damals das MTB natürlich ausgenommen.

Heute hatte ich nun Zeit und ging es an, wechselte die Reifen.

Neue Schwalbe Durano Plus mit Schwalbe Nummer 6 Schläuchen für das 20" Liegerad

Leichte 210gr brachte jeweils ein alter Reifen Schwalbe Ultremo ZX 23-406 mit Schlauch auf die Waage, der neue Schwalbe Durano Plus 28-406 mit Schwalbe Schlauch Nummer 6 bringt es auf stattliche 430gr und ist damit mehr als doppelt so schwer, was für ein Unterschied.

Der Reihe nach. Ich hatte das Hinterrad an der Einarmschwinge bereits demontiert, da ich dort auch das defekte Federbein auszutauschen hatte, aber das ist eine andere Geschichte.

Liegerad Toxi ZR Hinterrad 20" mit dem alten Schwalbe Ultremo ZX Reifen

Hier seht ihr das Hinterrad, noch bestückt mit dem rissigen Schwalbe Ultremo ZX Reifen, dies ist nun auszutauschen.

Aufmerksame Betrachter werden die fehlende Kassette bemerken, wie man sie gewöhnlich am Hinterrad vorfindet, doch hier gibt es keine, mein Tiefflieger Liegerad hat Frontantrieb.

Liegerad Toxy ZR Hinterrad 20" mit dem neuen Schwalbe Dzrano Plus Reifen

Hier ist das Hinterrad nun mit dem neuen Schwalbe Durano Plus Reifen fertig montiert, es hat ein Gesamtgewicht von 1.405gr, jetzt also rund 220gr schwerer als zuvor, dafür mit deutlich pannensicheren Reifen versehen. Die Erstbestückung auf dem Rad waren die Schwalbe Marathon Racer, ich war sehr damit zufrieden und sie hielten lange. Noch nicht ganz abgefahren, wollte ich dann vor rund 1,5 Jahren auf Rennreifen wechseln, so kam ich zu den Ultremo ZX Reifen, die sich leider nicht bewährten, waren einen teure Fehlinvestition. Mit den Durano Plus sollte mir das nicht passieren, habe da ein gutes Gefühl.

Ich habe nun das Hinterrad wieder an der Schwinge montiert und den Bremssattel wieder montiert und wandte mich dem Vorderrad zu, dessen Ausbau leider fummeliger war.

Der Frontantrieb mit der Kettenumlenkung lässt wenig Spielraum. Ich habe auf das kleine äußere Ritzel geschaltet, die Achsmuttern gelöst und das Rad nach unten aus der Gabel geschoben, so hing es nun noch an der Kette. Mit dem 15er Gabelschlüssel hielt ich die Kette weg und schob sie nach außen über die Achse, um das Rad nun vollständig entnehmen zu können.

Liegerad Toxy ZR Vorderrad 20" mit dem alten Schwalbe Ultremo ZX Reifen

Hier das ausgebaute Vorderrad mit der 9er Kassette und dem bisherigen Schwalbe Ultremo ZX Reifen, der zu ersetzen ist. Erkennt ihr die Details der Schaltung? Nein? Hier kommt die Lösung:

Liegerad Toxy ZR Vorderrad 20" SRAM DualDrive II 3x9 Schaltung

Es ist eine 3×9 Schaltung, einer 9er Kassette mit Schimano 105 Schaltung auf der SRAM DualDrive II 3-Gang Nabenschaltung. Ich habe das Rad vor 9 Jahren mit der serienmäßigen 9 Gang Shimano 105 Kettenschaltung gekauft, die Entfaltung genügte mir nach einiger Zeit aber nicht mehr, so rüstete ich auch die DualDrive Schaltung um und bekam damit deutlich mehr Bandbreite, zudem kann ich die 3-Gruppengänge an der Nabe auch im Stand schalten, was bei Umwerfern am Kettenblatt nicht geht, zudem hätte ich keine Befestigungsmöglichkeit für ihn.

Liegerad Toxy ZR Vorderrad 20" mit dem neuen Schwalbe Durano Plus Reifen

Hier habe ich nun schon den neuen Schwalbe Durano Plus auf das Vorderrad montiert, mit stolzen 2.611gr ist das Vorderrad nicht gerade leicht, ein Tribut an die Nabenschaltung.

Der ebenfalls fummelige Einbau des Rads in die Gabel erfordert wieder viel Fingerspitzengefühl, gelingt aber natürlich.

Und so sieht nun das Endergebnis aus:

Toxi ZR Tiefflieger Liegerad, neu bereift und neues Federbein

nach 9 Jahren kommen die ersten Mängel, das bisherige Luftdruck-Federbein war defekt, die Reifen zeigten Risse

Nach 9 Jahren immer noch ein Hingucker und neben dem Rennrad und den anderen Rädern soll der Tiefflieger auch wieder Kilometer machen.

 

Da bist Du aber platt, eine Luftpumpe sollte man dabei haben

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Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich meinen letzten Reifenschaden hatte, es muss schon sehr lange her sein und das ist gut so.

An meinem Liegerad habe ich gerade einen Reifenschaden, aber eben nicht unterwegs die Reifen sind rissig und werden ersetzt. Geht einem unterwegs die Luft aus und man hat weder Flickzeug/Ersatzschlauch, Werkzeug noch Luftpumpe dabei, ist das einfach nur dumm gelaufen.

Ich kam heute in so eine Situation. War mit meinem 2-Gang Urban-Bike unterwegs und sah auf der Strecke jemanden, der gerade das Vorderrad ausgebaut hatte und mit der Luftpumpe hantierte. Was tut man da als Passant, man hält natürlich an und bietet seine Hilfe an, so tat ich es dann auch.

Der Pannenradler hatte einen Ersatzschlauch dabei, dieser hatte jedoch ein Autoventil, während die beiden Schläuche am Rad das gängige französische Ventil hatten. Die mitgeführte Luftpumpe passte mehr oder weniger zu den französischen Ventilen, jedoch nicht zum Autoventil. Wir hantierten beide herum, drehten auch das Dichtungsgummi im Pumpenkopf um, es half nichts, die Pumpe war definitiv nur für französische Ventile ausgelegt und nicht umrüstbar.

Ich hatte leider kein Werkzeug und keine Luftpumpe dabei, denn an diesem 2-Gang Rad habe ich an den 24″ Rädern, bereift mit 40er Kojak Slicks, die Autoventile, es hätte also gut gepasst. Hätte, tat es aber nicht. Ich bin gerne minimalistisch unterwegs, nehme nicht mehr mit, als unbedingt nötig, doch daran sollte ich arbeiten.

Am Rennrad und Cyclocrosser habe ich eine jeweils kleine Satteltasche, mit Reifenhebern, einem Ersatzschlauch und einen kleinen Luftpumpe, die LED Lampe für Dunkelheit passt auch knapp hinein.

Die 40er Kojaks am 2-Gang Urban-Bike stufe ich als relativ pannensicher ein, so habe ich mir hier nie Gedanken um eine Reifenpanne gemacht und hatte daran auch niemals eine. Auf dem Liegerad hatte ich früher die als bekannt recht pannensicheren Schwalbe Marathon Racer, als die abgefahren, kamen sehr leichte Renn-Slicks drauf, die nun auch gerissen sind. Auf dem Liegerad hatte ich auch nie Werkzeug dabei, auch keine Luftpumpe, selbiges auf dem Fixie mit 28mm Rennreifen und auf dem 16″ Brompton Faltrad mit Schwalbe Marathon Racer Bereifung auch nicht, aber wenigstens eine Luftpumpe ist da fest dran.

Wie dem auch sei, ich habe nun den Impuls, mein Handeln zu überdenken, also sammelte ich gerade meine kleinen portablen Luftpumpen zusammen.

kompakte Luftpumpe für unterwegs

Links die große Topeak Pocket Rocket Master Blaster ist wohl meine älteste Luftpumpe dieser Bauform, damals vermutlich im Wert von etwa 25-30€, hatte sie früher mal im Rucksack dabei. Die Luftpumpe ist für Autoventile und die französischen geeignet, damit sicher auch für Dunlop, aber die Ventile habe ich seit vielen Jahren nicht mehr. Die Gummidichtung im Pumpenkopf wird ja nach Ventil  umgedreht, sehr praktisch, sie hätte dem Pannenradler heute helfen können.

Er hat sich dann abholen lassen, es ging nicht anders.

Die 2. Pumpe von links war mal eine Zugang/Geschenk von Fahrrad.de, Rose oder so, ich kann das heute nicht mehr genau sagen. Eine einfache kompakte Pumpe, im Wert von etwa 9€. Ich hörte nie zuvor von der Firme „Red“ und habe die Pumpe auch nie benutzt, sie eignet sich nur für Autoventile, kann am Kopf nicht umgestellt werden. Ich habe sie eben probeweise am 2-Gang Urban-Bike angesetzt und gepumpt, es funktioniert, so sollte ich sie vielleicht für dieses Rad vorsehen, habe sonst neben einem Tretroller kein anderes Rad mehr mit Autoventilen.

Die 3. Pumpe von Links ist meine Topeak Micro Pocket AL Master Blaster, sie schafft bis 11 bar, ist sehr kompakt und mit 65 gr auch leicht, ideal für das Rennrad. Die Pumpe hatte ich bisher am Rennrad dabei, nach einem Wechsel des Rennrad und dessen Pumpe fährt sie nun am Cyclocrosser mit. Die Pumpe kostet aktuell rund 30€, in der Carbon Version 10€ mehr.

Die letzte Pumpe, ganz rechts im Bild, ist die kleinste und auch die jüngste, ich kaufte sie erst kürzlich für knapp 35€ zu meinem Rennrad, sie fährt nun auf meinem Rennrad mit, war dort aber noch nicht im Einsatz.

Ihr seht, der Trend geht klar zu Zweitpumpe, oder auch weiteres, alles eben für seinen Zweck, es muss passen.

Mal im Ernst, meine älteste Pumpe genügt für alles, also ganz links im Bild, sie kann alle Ventile und hat mehr Hub als die ganz kleinen, ist dafür aber auch etwas größer und schwerer. Wer damit leben kann, dem empfehle ich diese wunderbare Pumpe gerne, ich bin seit vielen Jahren sehr damit zufrieden.

Fazit: nach diesem Kurzüberblick sollte ich irgendwann mal einen ausführlichen Test meiner Pumpen machen, sowie die Pumpen im Detail vorstellen.

Meine abschließende Bitte, macht es nicht wie ich, also zumindest zeitweise, fahrt nicht ohne Pumpe und etwas Werkzeug los, irgendwann ereilt einen einen Panne.

In diesem Sinne, im genug Luft im reifen behalten…

 

Federbein Defekt am Toxy ZR Liegerad

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Tja, dumm gelaufen. Mein Liegerad setzte etwas Staub an, um ehrlich zu sein, etwas viel Staub und Straßenschmutz von den letzten Ausfahrten kamen hinzu.

Im letzten Jahr fuhr ich das Rad nicht, in diesem auch noch nicht, schuld daran ist meine Begeisterung für Rennräder, aber auch das Fixie. Nun ja, Interessen verlagern sich, es war auch mal mehr Tretroller und andere Dinge, Hauptsache die Bewegung macht Spaß.

Toxy ZR Tieflieger von rechts

Mein alter Renner, ein Toxy ZR Tieflieger Liegerad, flitzt auf 2×20″ Rädchen, hier im Bild das noch das ursprüngliche mechanische Federbein mit Öldruckdämpfer. 2007 habe ich das Rad gekauft, sehr lange ist’s her, über viele Jahre mein meistgefahrenes Rad, später kamen andere hinzu. Mein Tieflieger genießt inzwischen fast schon den verdienten Ruhestand, aber er soll auch wieder ein paar Kilometer bekommen.

Das erste Federbein hielt leider nicht lange, recht schnell verlor der Dämpfer Öl, so tauschte ich es nach 1-2 Jahren gegen das jetzige KindShock RR1 A5 Luftdruck Federbein aus und war bisher sehr damit zufrieden. Den Luftdruck in der Druckkammer wählte ich sehr hoch, da ich wenig Federung bevorzuge und das Rad natürlich nur auf Asphalt bewege. Damals fuhr ich noch den Schwalbe Marathon Racer Tourenreifen, inzwischen aber Hochdruck-Slicks (Ultremo ZX).

Luftdruck-Federbein Defekt

Ich hoffe es lag nicht am hohen Luftdruck im Federbein, dass es nun quasi explodiert ist.

Wie das Bild zeigt, wurde die Verschraubung herausgedrückt und der Kolben „ausgeworfen“. Zu hoch war der Luftdruck sicher nicht, ich habe ihn auch über die Jahre hinweg nie angepasst, nach der erfolgten Grundeinstellung verlor das Federbein keinen Druck und arbeitet zuverlässig.

Luftdruck-Federbein zerlegt

Ausgebaut wirkt das Federbein unbeschadet, es müsste doch zu reparieren sein…

Luftdruck-Dämpfer Kolben

Alle Dichtungen sind unbeschadet und gut gefettet, auch das Gewinde an der Schraubkappe wirkt noch recht intakt, ist nur an einer Stelle etwas schadhaft.

Luftdruck-Federbein Druckkammer

Die Druckkammer ist tadellos, so beschließe ich, es zu versuchen und baue das Federbein wieder zusammen. Durch die strammen Dichtungen dreht sich die Schraubkappe auf dem Kolben nur recht schwergängig, dennoch gelingt es mir, sie handfest mit der Druckkammer zu verschrauben.

Montiert sieht das Federbein wieder einwandfrei aus und ich beginne die Druckkammer mit der Dämpfer-Luftpumpe vorsichtigt aufzublasen. Weit komme ich leider nicht, gerade einmal 2 bar verträgt das Federbein, dann drückt es die Schraubkappe wieder heraus und den Kolben dazu, so wird das leider nichts, denn auf 5-6 bar müsste ich schon wieder kommen.

Ich gebe auf, Ersatz muss her. Bei Toxy, wo ich damals auch dieses 150mm Federbein bezogen habe, wird es noch geführt, für 148,- EUR, Versandkosten eingeschlossen. Viel weniger habe ich damals sicher auch nicht bezahlt, schon das mechanische Federelement mit Schraubenfeder kostet dort 88,- EUR mit Versandkosten.

Bei der elektrischen Bucht (eBay) finde ich vergleichbare mechanische Federbeine für unter 20,- EUR und ein vergleichbares Luftdruck-Federbein für knapp unter 60,- EUR, Versand inklusive, jedoch mit langem Transport aus Spanien. Letzteres sprach mich an, inzwischen ist das Federbei auch auf dem Versandweg, so bin ich gespannt, wann es geliefert wird.

Es eilt ja nicht, denn die Reifen am Tieflieger müssen auch ausgetauscht werden, sie sind rissig, doch dazu später mehr…

Probleme, nichts als Probleme, aber so ist das mit einem alten Fuhrpark, irgendwas ist immer.


 

Gestern habe ich das neue Federbein aus Spanien erhalten, viel schneller als vom Händler angekündigt, ich bin sehr zufrieden.

Luftdruck-Federbein für mein Toxy ZR Tieflieger Liegerad, links das alte defekte, rechts das neue

Links im Bild das bisherige alte Luftdruck-Federbein mit einstellbarer Zug- und Druckstufe, ein KindShock RR1 A5 mit 150mm, rechts das neue KindShock RE A5 mit ebenfalls 150mm, jedoch ohne regelbare Zug- und Druckstufe.

Der Einbau war ebenso einfach wie der Ausbau, ich steckte die Distanzhülsen nach gleichem Muster wie beim alten Federbein um, also asymmetrisch, damit das Federbein gestreckt gerade arbeiten an, denn die Ausnahmen am Rahmen und an der Schwinge sind leicht seitlich versetzt.

Ich bestückte das Federbein in der Federkammer mit einem Druck von 5,5 bar, dieser sollte für den Anfang genügen. Nachdem ich das Federbein eingebaut hatte und das Rad nach dem Reifenwechsel montiert hatte, setze ich mich auf das Rad und wippte kräftig. Der Federweg passt gut, so habe ich bei statischer Belastung, also auf dem Rad sitzend, knapp 1/3 Einführung, was genug Spielraum positiv wie auch negativ bietet. Nach einer Probefahrt wird sich zeigen, ob ich den Luftdruck minimal erhöhe.

Im Hinblick auf die fehlende Zug- und Druckstufeneinstellung kann ich im Stand keinen Unterschied erkennen, auch nicht wenn ich flott auf dem Rad wippe, so groß kann der Effekt also nicht sein. Es war leider kein anderes günstiges Federbein zu bekommen und ich denke es erfüllt seinen Zweck vollkommen. Mein Liegerad ist quasi im Ruhestand und wird nicht mehr viel gefahren, ich wende mich heute mehr dem Rennrad und Fixie zu. Dennoch, abgeben oder ausschlachten möchte ich den Tieflieger auch nicht, mein Herz hängt daran. Es ist zwar alt und hat keinen großen Wert mehr, aber der ideelle Wert ist noch da und ich fahre es immer wieder gerne, reicht das Grinsen im Gesicht von Ohrläppchen zu Ohrläppchen, die Perspektive in dieser tiefen Sitzposition ist unvergleichlich.

Andererseits, vergleichen mit heutigen Maßstäben, ist das Rad sehr schwer und relativ träge, im öffentlichen Verehr fühle ich mich damit auch nicht wirklich wohl, so fahre ich es eigentlich nur auf gut asphaltierten Rad-/Feldwegen im ländlichen Raum. Hier habe ich dann aber wieder das Problem mit den Hunden, denn auf den tiefen Flitzen springen sie alle an, ich habe das bei keinem anderen Rad. Nun ja, wo Licht ist, da ist auch Schatten.

Dennoch, ein ganz tolles Rad, aber das sind Liegeräder ohnehin. Ich hatte zuvor ein mittelhohes Tourenrad, ein HP Grasshopper, es vermittelte nicht ansatzweise die Fahrfreude, die ich heute auf meinem Toxi ZR genieße.

Langer Rede kurzer Sinn, der Tieflieger ist nun wieder einsatzbereit und das ist gut so, alle Schäden sind behoben, Kette und Ritzen tun es noch etwas, haben ja nicht mehr viel Laufleistung, aber die vielen Jahre und Kilometer merkt man ihnen auch deutlich an.

Toxi ZR Tiefflieger Liegerad, neu bereift und neues Federbein

nach 9 Jahren kommen die ersten Mängel, das bisherige Luftdruck-Federbein war defekt, die Reifen zeigten Risse